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Mobilitätsgarantie jetzt!
Bündnis fordert flächendeckende, barrierefreie Mobilität für alle
Verlässliche Mobilitätsangebote, gesicherte Erreichbarkeit zentraler Versorgungsangebote und eine langfristige Finanzierung sind die Grundvoraussetzungen für Mobilität in Stadt und Land.
Berlin - Vor dem Start der Verkehrsminister*innenkonferenz in Bayern hat das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende heute sein neues Positionspapier „Mobilität ist Daseinsvorsorge" veröffentlicht. Darin fordert das Bündnis eine verbindliche Mobilitätsgarantie - mit fairen Arbeitsbedingungen im ÖPNV und einer Stärkung des Rad- und Fußverkehrs. Außerdem fordert das Bündnis, die Erreichbarkeit von Einrichtungen wie Supermärkten, Arztpraxen, Schulen oder Krankenhäusern gesetzlich zu verankern und so die Versorgung sicherzustellen. Dafür gilt es eine verlässliche und langfristige Finanzierungsgrundlage zu schaffen: Für den ÖPNV, aber auch den Rad- und Fußverkehr. Nur so lassen sich Teilhabe, Klimaschutz und gleichwertige Lebensverhältnisse auch auf dem Land sicherstellen.
„Mobilität ist Daseinsvorsorge und entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Als Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende fordern wir einen gesicherten Zugang zu grundlegenden Versorgungsangeboten für alle Menschen. Ein wichtiger Baustein hierfür ist eine bundesweite Mobilitätsgarantie. Konkret heißt das: verlässliche Takte, barrierefreie Angebote, wohnortnahe Grundversorgung sowie langfristige Finanzierung - nur so kann Mobilität für alle gesichert werden", erklärt das Bündnis in seinem Positionspapier.
Für einen Erfolg der Mobilitätsgarantie braucht es verbindliche Mindeststandards für Bus und Bahn, Fuß- und Radverkehr, abgestimmt auf die Siedlungsstruktur. Ziel ist ein flächendeckendes, barrierefreies Grundangebot, das Teilhabe unabhängig von Wohnort und Einkommen ermöglicht. Regionale, kommunale und überregionale Verkehrsmittel sollen so vernetzt werden, dass Busse, Bahnen, Rad- und Fußwege sowie Sharing- und On-Demand-Angebote nahtlos zusammenwirken und echte Wahlfreiheit bieten.
Gleichzeitig fordert das Bündnis, die Erreichbarkeit von zentralen Einrichtungen der Grundversorgung wie Lebensmitteln, medizinischen Angeboten oder Betreuung als eigenständiges Ziel gesetzlich zu verankern. Von kürzeren Wegen und weniger Verkehrsbelastung profitieren alle - insbesondere vulnerable Gruppen. „Es braucht klare Verantwortlichkeiten und eine langfristige Finanzierung, damit Bund, Länder und Kommunen gemeinsam stabile, gut ausgebaute und digital unterstützte Mobilitätsangebote dauerhaft sicherstellen können. Ein konsequentes Zusammendenken von Mobilität und Versorgung ermöglicht eine klima- und sozial gerechte Mobilität für alle Menschen", so das Bündnis einstimmig.
Über das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende
Das Bündnis bündelt die Expertise aus Gewerkschaften (IG Metall, ver.di, DGB), Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbänden (VdK, SoVD, AWO, VCD, BUND, NABU) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), um die Transformation der Mobilität in Deutschland zu unterstützen. Gemeinsam vertritt das Bündnis viele Millionen Mitglieder und bietet eine Plattform für die Gestaltung einer klima- und sozialverträglichen Mobilitätswende. Gefördert wird das Bündnis durch die Stiftung Mercator.
PM
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Apothekenteams protestieren am Montag, den 23.03. 2026 bundesweit
Auch diese Apotheke in der Pforzheim-Nordstadt gehört inzwischen der Vergangenheit an (Foto:ron)
Die Apothekenteams in ganz Deutschland werden am kommenden Montag (23. März) für eine Stärkung der Apotheken vor Ort protestieren.
Zum Protesttag gehören neben den bundesweiten Apothekenschließungen auch vier zentrale Kundgebungen und Demonstrationen in Berlin, München, Düsseldorf und Hannover. Die Apothekenteams mit ihren mehr als 160.000 Beschäftigen setzen sich für ein Ende der chronischen Unterfinanzierung der Apotheken ein und kämpfen für eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars. Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit ihren jeweils 17 Mitgliedskammern und -verbänden hatte den 23. März als bundesweiten Protesttag ausgerufen. ABDA-Präsident Thomas Preis dazu: „Die Situation unserer Apotheken und somit die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland ist schon seit Jahren angespannt. Denn die letzte Honorarerhöhung für die Apotheken hat es vor 13 Jahren gegeben - obwohl die Betriebskosten im selben Zeitraum um mehr als 65 Prozent angestiegen sind! Mit unserem Protesttag wollen wir die Gesellschaft auf diese untragbare Situation aufmerksam machen. Die allermeisten Apotheken werden daher am kommenden Montag geschlossen bleiben. Zur Akutversorgung mit dringenden Medikamenten am Protesttag stehen rund um die Uhr über 1.000 Notdienstapotheken bundesweit bereit. Wir raten Patientinnen und Patienten, nicht akut notwendige Rezepte noch vor dem Protesttag einzulösen oder dann wieder ab Dienstag, dem 24. März."
Zu den Gründen des Apothekenprotests ergänzt Preis: „Wegen der chronischen Unterfinanzierung müssen jedes Jahr hunderte Apotheken schließen. Seit 2013 haben wir rund 20 Prozent aller Apotheken verloren - für die Menschen in den Städten und auf dem Land verlängern sich somit die Wege zur nächsten Apotheke." Preis erinnert an den Koalitionsvertrag von Union und SPD: „Wir fordern die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen - so, wie es im Koalitionsvertrag sehr konkret vorgesehen ist. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das so sieht - schließlich hat die Ministerin mehrfach öffentlich angekündigt, dass sie die Apotheken wirtschaftlich stabilisieren wolle und die Erhöhung der Honorierung per Verordnung festlegen wird. Das ist wichtig, weil der demografische Wandel und die Krisenresilienz der Arzneimittelversorgung sehr gewichtige Argumente sind, warum wir starke, heilberuflich geführte Apotheken für die Zukunft brauchen, die sogar noch mehr Aufgaben im Gesundheitswesen übernehmen. Aber Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif! Wir sind überzeugt davon, die Bürgerinnen und Bürger an unserer Seite zu wissen. Das zeigt auch die starke Resonanz auf unsere derzeit laufende Online-Petition. Bürgerinnen und Bürger wollen und brauchen starke Apotheken."
PM/ABDA
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Kundgebung zum Internationalen Frauen*kampftag in Pforzheim
Aktivistinnen in der Pforzheimer City (Foto: privat)
Das Aktionswochenende rund um den Internationalen Frauen*kampftag startete mit einer Verteilaktion an Marktständen auf dem Pforzheimer Wochenmarkt.
Es wurden Einkaufstüten verteilt, die darauf aufmerksam machten, dass Gleichberechtigung keine Selbstverständlichkeit ist. Die Tüten waren zudem mit Flyern zu Beratungsangeboten bei sexualisierter und häuslicher Gewalt in Pforzheim und dem Enzkreis bestückt.
Am Sonntagnachmittag versammelten sich zahlreiche Menschen auf dem Leopoldplatz, um an einer Kundgebung zum Internationalen Frauen*tag teilzunehmen, der in vielen feministischen Zusammenhängen auch als Frauen*kampftag bezeichnet wird. Eingeladen hatten Spotlight Pforzheim e.V., Lilith e.V., pro familia e.V. und Q-Prints & Service gGmbH. Die Moderation übernahm Sabrina Bauer, eine der beiden Geschäftsführerinnen von Lilith.
Die Redebeiträge spiegelten verschiedene Aspekte von Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe wider. Den Auftakt machte Astrid Heesch, Geschäftsführerin von Q-Prints&Service. Sie ging auf Frauen* in der Arbeitswelt ein und erinnerte daran, dass viele Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen, erst über lange Jahre erkämpft wurden. Zugleich machte sie deutlich, dass Frauen* weiterhin vor großen Herausforderungen stehen - zum Beispiel bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bei ungleicher Bezahlung oder eingeschränkten Aufstiegsmöglichkeiten. Ihre Worte führten die Zuhörenden direkt zu der Frage, wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen so gestaltet werden können, dass Gleichberechtigung tatsächlich gelebt werden kann.
Im Anschluss ordnete Caleb Davis, Projektleitung von Queer Space bei Spotlight Pforzheim, den Tag in seinen historischen Kontext ein. Caleb Davis erklärte die Ursprünge des Aktionstags als Protestbewegung für politische und soziale Rechte und bezog dabei bewusst FLINTA*-Personen ein - also Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Menschen. Außerdem griff Caleb Davis aktuelle politische Debatten auf, etwa rund um den § 218 des Strafgesetzbuches, und erläuterte das Konzept der Intersektionalität, das beschreibt, wie verschiedene Formen von Diskriminierung zusammenwirken und warum Gleichberechtigung unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigen muss. Ergänzt wurde dieser Beitrag von einer Vertreterin des Offenen Antifaschistischen Treffens Pforzheim, die die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement und solidarischen Bündnissen hervorhob, um Diskriminierung und Ausgrenzung wirksam entgegenzutreten.
Sabrina Bauer von Lilith rückte abschließend das Thema sexualisierte Gewalt in den Mittelpunkt. Sie betonte, wie wichtig es ist, offen über Gewalt zu sprechen, Betroffene zu stärken und niedrigschwellige Hilfsangebote zugänglich zu machen. Vor und nach den Redebeiträgen konnten die Besucher*innen selbst aktiv werden. Auf vorbereiteten Plakaten vervollständigten sie den Satz „Ich brauche Feminismus, weil ..." mit eigenen Gedanken, und auf dem Platz entstanden Straßenkreidebotschaften zu
Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe. Viele nutzten die Gelegenheit, mit den Organisationen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und sich über Beratungsangebote zu informieren. Die Veranstaltenden zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und betonten, wie wichtig es ist, den Austausch und die Sichtbarkeit für Gleichberechtigung zu fördern.
PM
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ver.di Baden-Württemberg zum Ausgang der Landtagswahl in Baden-Wüttemberg
Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Wir gratulieren Cem Özdemir zur Aufholjagd und zum Wahlsieg. Mit der durch die personelle Zuspitzung marginalisierten SPD und der an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterten Linkspartei ist klar, dass die sozialpolitische Opposition in den nächsten fünf Jahren von außerhalb des Landtags kommen muss und kommen wird. Wir erwarten von allen, die im Wahlkampf für eine Stärkung der Kommunen eingetreten sind, dass den Worten jetzt Taten folgen. Das Land ist in der Verantwortung, unsere Städte und Gemeinden und damit unsere Demokratie lebenswert zu gestalten. Für alle."
PM/ver.di
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Allgäuer Hochalpen und Jasmund sind Finalisten beim Fahrtziel Natur Award 2026
Nachhaltigen Tourismus und umweltfreundliche Mobilität vorbildlich verknüpft
Die Finalisten für den neunten Fahrtziel Natur-Award stehen fest. Mit der Auszeichnung wird das Engagement gewürdigt, nachhaltigen Tourismus und umweltfreundliche Mobilität zu vernetzen. Folgende Fahrtziel Natur-Gebiete sind nominiert:
· Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen für die Einführung des “MOBIL PASS ALLGÄU“
· Nationalpark Jasmund für das Engagement für Verkehrsverlagerung auf klimafreundliche Verkehrsmittel durch Einführung einer Mobilität auf Gästekarte in Glowe und Lohme sowie die Umsetzung von restriktiven Maßnahmen zur Vermeidung von PKW-Verkehr.
Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn, hat den Wettbewerb 2009 ins Leben gerufen. Dabei werden umgesetzte Projekte mit Vorbildcharakter ausgezeichnet.
Der Fahrtziel Natur-Award wird im April 2026 auf der Jubiläumsfeier „25 Jahre Fahrtziel Natur“ verliehen. Der Gewinner erhält ein aus Medialeistungen der Kooperationspartner bestehendes Kommunikationspaket im Wert von 25.000 Euro. Die Nominierten wurden von einer Expertenjury aus den Fortschrittsberichten aller Fahrtziel Natur-Gebiete ermittelt.
Zum Hintergrund:
Fahrtziel Natur fördert seit 2001 die Vernetzung von nachhaltigem Tourismus und umweltfreundlicher Mobilität und sichert damit das Naturerbe und die biologische Vielfalt. Weitere Informationen finden Sie unter www.fahrtziel-natur.de.
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Betriebsratswahlen: Mehr Mitbestimmung für Pforzheim!
NGG Mittelbaden-Nordschwarzwald wirbt für starke Betriebsräte:
Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Mitbestimmung - mit Betriebsrat sind die Arbeitsbedingungen spürbar besser. Bei den Wahlen vom 1. März bis 31. Mai können Beschäftigte ihre Betriebsräte neu wählen und so ihre Interessen im Betrieb vertreten. In Pforzheim sind rund 66.800 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in knapp 1.840 Betrieben wahlberechtigt,
wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt.
Egal, ob in der Industrie, im Handwerk, in der Lebensmittelindustrie oder der Bäckerei: Überall, wo es mehr als fünf Beschäftigte gibt, kann die Belegschaft einen
Betriebsrat wählen. Dabei zählen Vollzeit- und Teilzeitkräfte genauso wie Auszubildende. „Der Betriebsrat bündelt die Stimmen der Beschäftigten und verleiht
ihnen so mehr Gewicht gegenüber der Leitungsebene. Auf dieses Sprachrohr muss die Unternehmensführung hören", sagt Elwis Capece von der NGG Mittelbaden-
Nordschwarzwald. Allerdings gebe es in einem Großteil der Unternehmen in Pforzheim immer noch keinen Betriebsrat: „Beschäftigte verschenken damit ihre Chance, wichtige Entscheidungen im Unternehmen zu beeinflussen", erklärt Elwis Capece.
Studie belegt: Gewerkschaft und Betriebsrat holen gemeinsam mehr raus.
Besonders wichtig sei das Zusammenspiel von Gewerkschaft und Betriebsrat. Denn hier herrsche Arbeitsteilung: Während sich die Gewerkschaft für einen guten
Tarifvertrag und damit für faire Löhne einsetze, sorge der Betriebsrat im Unternehmen dafür, dass die Beschäftigten tatsächlich profitierten. „Betriebe mit Tarifvertrag bieten deutlich bessere Arbeitsbedingungen als vergleichbare Betriebe ohne Tarifbindung. Ohne Tarifvertrag fehlt Beschäftigten rechnerisch ein volles Monatsgehalt - zudem fällt pro Jahr eine Woche Mehrarbeit an", sagt Elwis Capece.
Der NGG-Geschäftsführer beruft sich dabei auf Studien des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.
Betriebsräte gestalten zudem die Ausbildung aktiv mit: „Mehr Azubis fürs Unternehmen und weniger Probleme bei der Ausbildung - so lässt sich das Engagement von Betriebsräten auf den Punkt bringen, wenn es um den Nachwuchs
im Unternehmen geht", sagt Elwis Capece. Außerdem, so die NGG Mittelbaden-Nordschwarzwald, helfe ein Betriebsrat, Jobs zu sichern, wenn es im Unternehmen krisele: „Ein Betriebsrat setzt immer auf vernünftige Konzepte, um Arbeitsplätze zu erhalten", erklärt Capece.
Die Lebensmittelindustrie in der Region biete zwar „in der Regel krisenfeste Jobs".
Trotzdem bringe ein Betriebsrat in der Nahrungsmittelherstellung viele Vorteile: „Das
fängt bei den Regeln für die Urlaubsplanung an. Auch bei der betrieblichen Weiterbildung und dem Gesundheitsschutz redet der Betriebsrat mit. Und schließlich
sorgt der Betriebsrat dafür, dass es bei Schichtplänen keine Unstimmigkeiten gibt", erklärt Capece.
Alle vier Jahre wählen die Beschäftigten bundesweit von März bis Mai ihre Betriebsräte.
In Pforzheim unterstützt die NGG Mittelbaden-Nordschwarzwald Belegschaften in Unternehmen der Lebensmittelherstellung oder Gastronomie, ihren Betriebsrat zu wählen oder neu zu gründen: Region.mittelbaden@ngg.net, (0721) 93 22 010
„Mit Betriebsrat haben die Beschäftigten eine
starke Stimme gegenüber Chefin und Chef",
sagt Elwis Capece von der Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG
Mittelbaden-Nordschwarzwald ruft die
Pforzheimer Belegschaften auf, ihre eigenen
Gremien bei den Betriebsratswahlen von März
bis Mai neu zu wählen.
PM
NGG | REGION MITTELBADEN-NORDSCHWARZWALD
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Region Mittelbaden-Nordschwarzwald
Geschäftsführer:
Elwis Capece
PM/NGG
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Transparency International Deutschland kritisiert Angriff der Berliner Koalition auf Informationsfreiheit
Transparency International Deutschland e.V. kritisiert den von der Berliner Regierungskoalition vorgelegten Gesetzentwurf zur Änderung des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes (IFG), des Berliner Datenschutzgesetzes und weiterer Rechtsvorschriften.
Das IFG hatte mit zur Aufdeckung des Berliner Fördermittelskandals geführt. Trotz der Tragweite hat die Koalition eine Überweisung der Beschlussvorlage in den Innenausschuss abgelehnt.
Knut Deimer, Co-Leiter der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg von Transparency International Deutschland e. V.:
„Wenn man sich die geplanten Änderungen ansieht, kann man erahnen, warum die Koalition hier so intransparent vorgeht. Es ist ein Skandal, dass sie die fachliche Expertise des Innenausschusses offenbar für entbehrlich hält."
„Die Berliner Regierungskoalition behauptet, die Änderungen sollten kritische Infrastruktur schützen. Dafür sind die geplanten Änderungen aber nicht notwendig. Das bestehende Informationsfreiheitsgesetz enthält bereits heute Möglichkeiten, sensible Informationen im Einzelfall zu schützen. Eine generelle Ausweitung von Geheimhaltungstatbeständen ist nicht erforderlich."
„CDU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag eigentlich vereinbart, Transparenz zu stärken und das 27 Jahre alte Berliner Informationsfreiheitsgesetz durch ein Transparenzgesetz nach Vorbild Hamburgs abzulösen. Und nun machen sie das Gegenteil."
„Gerade bei politisch sensiblen Vorgängen - etwa bei möglichen Fördermittel- oder Vergabeaffären - könnten Dokumente künftig mit Verweis auf laufende Ermittlungen oder die Vorbereitung eines Gerichtsverfahrens zurückgehalten werden. Die beabsichtigten Änderungen führen zu einer Aushöhlung des Gesetzes. Statt den allgemeinen Anspruch von Bürgerinnen und Bürgern auf Zugang zu amtlichen Informationen zu stärken, geht es nun um Verschleierung von politischen Entscheidungsprozessen."
Forderung: echtes Transparenzgesetz statt Einschränkung des IFG
Transparency International Deutschland fordert den Berliner Senat auf,
die geplanten Einschränkungen des Informationsfreiheitsgesetzes zurückzunehmen,
eine offene parlamentarische Debatte über die Verbesserung der Informationsfreiheit zu führen,
den angekündigten Weg zu einem echten Transparenzgesetz konsequent umzusetzen und
bei Vorlagen von solcher Tragweite die fachliche Expertise des Innenausschusses zu konsultieren.
Ein modernes Transparenzgesetz würde sicherstellen, dass staatliche Informationen grundsätzlich proaktiv veröffentlicht werden, und so Verwaltung, Medien und Zivilgesellschaft gleichermaßen stärken. Von diesem Weg darf Berlin jetzt nicht abrücken.
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Fraktion GRÜNE/WiP/Die LINKE fordert Feuerwerkverbot in denkmalgeschützten Quartieren
Die Fraktion GRÜNE/WiP/Die LINKE fordert ein Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern an
Silvester/Neujahr in denkmalgeschützten Quartieren zur Aufrechterhaltung der öffentlichen
Sicherheit. Dazu soll die Stadtverwaltung eine Prüfung durchführen, um festzustellen, in welchen
Stadtteilen eine besondere Gefährdungslage besteht und für welche Zonen im Stadtgebiet ein Verbot
erlassen werden soll.
„Am Wartberg nimmt der Umgang mit Feuerwerk seit Jahren zu. Viele Menschen aus dem Umkreis
kommen auf den Wartberg, um dort Silvester-Raketen und -Knaller abzufeuern. Direkt unterhalb
befindet sich die denkmalgeschützte Siedlung. Jedes Jahr sind die Menschen, die am Wartberg
wohnen aufs Neue in Sorge, dass Feuerwerkskörper z.B. Dächer beschädigen. Letztes Jahr wurde die
Wiese unterhalb der Wartbergallee zum Teil in Brand gesteckt“ argumentiert die Fraktion. „Unser
Wunsch ist es, dass das Verbot bereits zum nächsten Jahreswechsel wirksam wird.“
Mit freundlichen Grüßen
Stadträt*innen der Fraktion GRÜNE/WiP/Die LINKE
Felix Herkens Sunita Vimal Christof Weisenbacher Marvin Weiß
Bündnis90/Die Grünen Bündnis90/Die Grünen Wir in Pforzheim (WiP) Die LINKE
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Wahlkampf in Pforzheim: Die Linke klopft an 122.092 Haustüren
Die Linke Pforzheim/Enzkreis geht im Wahlkampf gezielt an die Haustüren, um mit den Menschen ins
Gespräch zu kommen. Insgesamt haben die Mitglieder und Sympathisant*innen der
Linken Pforzheim/Enzkreis bereits an über 2215 Haustüren geklopft oder geklingelt. Die Haustürgespräche
sind für Die Linke ein erfolgreiches Instrument für den Wahlkampf und darüber hinaus. Im
Vordergrund stehen dabei persönliche Gespräche, um Vertrauen aufzubauen, anstatt nur
Flyer zu verteilen. Ziel ist es, die Menschen in ihrem direkten Umfeld anzusprechen. Die
Linke sieht sich durch die vielen Gespräche in ihren Kurs bestätigt und bleibt auch
zukünftig für die Menschen vor Ort ansprechbar.
Dazu erklärt Chris Schweigert Santos da Costa „Es ist wirklich beeindruckend, was hier
passiert und wie viele Gespräche wir führen konnten. Haustürgespräche sind Teil der DNA
unserer Partei. Wir wollen wissen, was die Menschen in ihrem Alltag belastet und was sich
dringend ändern muss. Wir erfahren für unsere sozialen Forderungen viel Zuspruch und
das gibt uns Rückenwind. Wir wollen, dass Mieten bezahlbar sind, die Kita-Gebühren
wegfallen und Bus und Bahn kostenlos für alle sind. Das kommt an bei den Menschen vor
Ort. Unser Ziel ist es, bis zur Wahl an 3000 Haustüren zu klingeln. Ich bin sicher, das
schaffen wir auch.
Wir hören zu und helfen auch ganz konkret. So machen wir die Menschen auf unseren
Heizkosten-Check aufmerksam, bei dem Die Linke kostenlos die
Nebenkostenabrechnungen prüft. Denn viele Vermieter rechnen die Heizkosten falsch ab
und wir kommen ihnen auf die Schliche. So können sich die Menschen ihr hart verdientes
Geld zurückholen.“
PM/Die Linke KV Pf-Enzkreis
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Politik für alle, die hier leben...
v.l. Jan van Aken, Marvin Weiß Fotos: fledermausbiene Die Linke
Jan van Aken wirbt in fünf Sprachen um Vertrauen in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg / Pforzheim. Mit einer ungewöhnlichen und vielbeachteten Aktion setzt Jan van Aken im Endspurt des Wahlkampfs in Baden-Württemberg ein starkes Zeichen für Respekt und Teilhabe: In Videobotschaften auf Türkisch, Arabisch, Italienisch, Bosnisch und Griechisch ruft er dazu auf, am 8. März Die Linke zu wählen.
Alle Videos wurden von Marvin Weiß gedreht, ein Teil der Aufnahmen entstand in Pforzheim. Die mehrsprachigen Clips verbreiten sich rasant in den sozialen Netzwerken und sorgen bundesweit für Aufmerksamkeit.
Die Resonanz ist enorm: Tausende Kommentare auf Social Media, intensive Diskussionen in unterschiedlichen Communities und mediale Berichterstattung - unter anderem mit Schlagzeilen bei BILD. Online wird van Aken augenzwinkernd bereits als „Jan van Sprachen" bezeichnet.
Die Aktion richtet sich gezielt an Wählerinnen und Wähler mit Migrationsgeschichte. Viele Menschen fühlten sich von der Politik nicht ausreichend gesehen oder direkt angesprochen, so van Aken. „Wir als Linke wollen Politik für alle Menschen machen, die hier leben. Deshalb ist es eine Frage des Respekts, wenn man auch diejenigen anspricht, die nicht oder nicht sicher Deutsch sprechen", erklärt er.
Auch Marvin Weiß, Landtagskandidat und Stadtrat in Pforzheim, unterstreicht die Bedeutung der Kampagne: „Es war beeindruckend zu sehen, wie positiv die Menschen auf die verschiedenen Sprachen reagiert haben. Sprache schafft Nähe und Vertrauen - genau das wollten wir mit den Videos erreichen."
Gerade in einem vielfältigen Bundesland wie Baden-Württemberg sei es selbstverständlich, unterschiedliche Lebensrealitäten und Sprachen ernst zu nehmen. Sprache bedeute Anerkennung, Teilhabe und Zugehörigkeit.
Im Endspurt des Wahlkampfs setzen Die Linke und Jan van Aken damit ein bewusstes Signal für eine solidarische Gesellschaft. Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgerufen, die Videos weiter zu teilen und in ihre Gruppen, Familienchats und Communities zu tragen.
Ziel ist es, erstmals in den Landtag von Baden-Württemberg einzuziehen - mit einer Politik, die alle Menschen einbezieht, die hier leben, unabhängig von Herkunft oder Muttersprache.
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Scheinanstellungen bei der AfD
Transparency Deutschland fordert Bundestagsverwaltung zu Ermittlungen auf
Berlin, 25.02.2026 - Laut Presseberichten sollen AfD-Abgeordnete Mitarbeiter:innen in Scheinarbeitsverhältnissen beschäftigt haben, finanziert durch Steuergelder. In einem Fall soll eine über 80-Jährige angestellt worden sein. Transparency International Deutschland hat sich in einem Schreiben an die Präsidentin des Deutschen Bundestages gewandt, damit sie die ihr unterstellte Bundestagsverwaltung auffordert, die Sachverhalte zu ermitteln. Geklärt werden muss die Frage, um wie viele Fälle und um welche Beträge es geht - nicht zuletzt für die Geltendmachung etwaiger Erstattungsansprüche.
Wolfgang Jäckle, Transparency Deutschland Experte für das Thema Interessenskonflikte, erklärt:
"Wenn die Berichte zutreffen, liegt hier ein klarer Missbrauch von öffentlichen Geldern vor. Deshalb haben wir uns an die zuständige Stelle gewandt und sie zur Durchführung von Ermittlungen aufgefordert. Die Bundestagsverwaltung hat nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz diese Sachverhalte von Amts wegen zu ermitteln."
"Die Bundestagsverwaltung muss jetzt umgehend jeden einzelnen Verdachtsfall überprüfen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Abgeordneten müssen hinreichend qualifiziert sein für die anspruchsvolle Tätigkeit, bei der parlamentarischen Arbeit zu unterstützen. Und sie müssen natürlich physisch und von den sonstigen Voraussetzungen her hierzu in der Lage sein - selbst das war ja offenbar nicht in allen Fällen gegeben."
"Die Bundestagsverwaltung muss auch ermitteln, welche konkreten Beträge missbräuchlich verwendet wurden oder noch werden. Gegebenenfalls müssen die Zahlungen umgehend eingestellt werden."
"Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts müssen die Beträge von den Abgeordneten erstattet werden, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen."
Hintergrund
Die AfD beschäftigt laut Presseberichten mindestens im Bundestag von allen Parteien die meisten Mitarbeiter:innen pro Abgeordnetem. AfD-Abgeordnete sollen von anderen Parteimitgliedern unter Druck gesetzt worden sein, Budgets für Mitarbeiter:innen bereitzustellen. In einem Fall soll eine über 80-Jährige angestellt worden sein.
Zahlreiche Presseberichte über die AfD-Verwandtenaffäre haben dargelegt, dass die Partei offenbar systematisch gesetzliche Vorgaben durch Überkreuz-Anstellung von Angehörigen umgangen hat. Um herauszufinden, ob auch die Scheinarbeitsverhältnisse ein systematisches Problem darstellen, muss die Bundestagsverwaltung umgehend tätig werden.
PM/Transparency International
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"Wer Kultur zerstört, will ein Land auslöschen“
Am 24. Februar 2026 jährt sich der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zum vierten Mal. Der Krieg trifft vor allem die Menschen in der Ukraine – und richtet sich zugleich gezielt gegen ihre Kultur, ihre Geschichte und ihre Identität. So hat die UNESCO bis heute 519 Kulturstätten als beschädigt verifiziert, darunter 270 historische Bauwerke, 39 Museen, 33 Denkmäler und 19 Bibliotheken. Zum Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erklärt Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer: „Seit nunmehr vier Jahren bringt dieser furchtbare Krieg unermessliches Leid über die Menschen in der Ukraine – sie verlieren ihre Angehörigen, ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlagen. Gleichzeitig richtet sich der Angriff gezielt gegen das kulturelle Gedächtnis des Landes. Kultur ist Identität, Erinnerung und Zukunft zugleich. Wer Kultur zerstört, will ein Land auslöschen. Das werden wir nicht zulassen. Ich spreche den Ukrainerinnen und Ukrainern meine tief empfundene Solidarität aus. Wir stehen weiter fest an der Seite des Landes
Staatsminister Wolfram Weimer zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs gegen die Ukraine: „Wer Kultur zerstört, will ein Land auslöschen“
und seiner Kultur.“ Seit Beginn des Angriffskriegs unterstützt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) die ukrainische Kultur- und Medienszene mit einem breit angelegten Maßnahmenpaket. Die Hilfsprogramme verbinden akute Nothilfe mit langfristigen Perspektiven für den Wiederaufbau und die Resilienz von Kultur und Medien. Zu den geförderten Maßnahmen gehören unter anderem die Sicherung gefährdeter Museen, Archive und Bibliotheken, Programme zur Digitalisierung und Dokumentation kultureller Bestände sowie Stipendien- und Residenzprogramme für bedrohte Kultur- und Medienschaffende. Gleichzeitig wird die nachhaltige Stärkung des ukrainischen Kulturbetriebs im In- und Ausland unterstützt, auch im Rahmen des kommenden Wiederaufbaus. Staatsminister Weimer betont: „Kultur ist kein Luxus in Friedenszeiten – sie ist gerade im Krieg ein Fundament gesellschaftlicher Widerstandskraft. Und im Wiederaufbau ist sie mehr als Dekoration: Sie ist ein Motor für Identität, demokratische Teilhabe und europäische Perspektive.“ Ein starkes Zeichen der Solidarität setzt Deutschland 2026 mit der Unterstützung der ukrainischen Präsentation auf der Leipziger Buchmesse. Ukrainische Autorinnen und Autoren sowie Verlage erhalten dort eine Plattform für Austausch, Debatte und internationale Vernetzung. Auch die zeitgenössische Kunst steht im Fokus: Am 11. Juni 2026 wird die Kyiv Biennale in Berlin eröffnet. Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung präsentiert aufstrebende junge wie auch international bedeutende ukrainische Künstlerinnen und Künstler – ein eindrucksvolles Zeugnis der kreativen Kraft einer Gesellschaft, die unter den extremen Bedingungen des Krieges außergewöhnliche Kunst schafft. Darüber hinaus stärkt der BKM gezielt die ukrainische Filmszene mit dem European Solidarity Fund for Ukranian Films (ESFUF). Das Programm
unterstützt Koproduktionen mit ukrainischen Produktionsunternehmen und ermöglicht somit internationale Sichtbarkeit ukrainischer Perspektiven. Damit leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Selbstbehauptung und zur pluralen europäischen Filmlandschaft. „Film, Literatur, bildende Kunst – all das sind Stimmen einer freien Gesellschaft. Indem wir diese Stimmen stärken, unterstützen wir die Ukraine nicht nur kulturell, sondern auch demokratisch“, so Staatsminister Weimer. Abschließend erklärt der Kulturstaatsminister: „Die Ukraine verteidigt ihre Freiheit und damit auch zentrale Werte Europas. Unsere kulturpolitische Solidarität ist Ausdruck dieser gemeinsamen Verantwortung. Wir werden die ukrainische Kultur im Krieg und im Wiederaufbau weiterhin verlässlich unterstützen“.
PM
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GRÜNE/WiP/Die LINKE fordert Antworten zur Nebentätigkeit des OB Peter Boch
Die Fraktion GRÜNE/WiP/Die LINKE blickt sehr kritisch auf die Ende November 2025 bekannt gegebene
Nebentätigkeit des Oberbürgermeisters und die Gründung seiner Consulting-Firma.
Deshalb wendet sich die Fraktion mit jeweils einem umfassenden Fragenkatalog an den
Oberbürgermeister und an die Präsidentin des Regierungspräsidium Karlsruhe.
Es sind unter anderem Fragen danach, wie es sichergestellt werden kann, dass die Grenzen zwischen
dem öffentlichen Amt und der privaten Coaching-Tätigkeit gewahrt bleiben, wie viel Zeit für das
Unternehmen pro Woche aufgewendet wird oder wie es um potenzielle Überschneidungen zwischen
Terminen der Stadt und Terminen des Unternehmens steht. Und natürlich auch wie es sichergestellt
wird, dass der OB seine Aufgaben in vollem Umfang wahrnehmen kann.
Vom Regierungspräsidium erhofft sich die Fraktion unter anderem Antworten dazu, auf welcher
rechtlichen Grundlage die Nebentätigkeit genehmigt wurde und ob es konkrete Auflagen gibt, sowie
in welcher Form die Einhaltung überwacht wird.
„Wir sehen die Gefahr von Interessenkonflikten, sowie eventuellen - auch unbewussten - Compliance-
Verstößen. Außerdem halten wir die zeitliche Komponente für problematisch, da die Aufgaben eines
Oberbürgermeisters den uneingeschränkten Einsatz für das Amt erfordern, was unseres Erachtens
eine Nebentätigkeit ausschließt" so der Tenor der Stadträte und Stadträtin.
Mit freundlichen Grüßen
Stadträt*innen der Fraktion GRÜNE/WiP/Die LINKE
Felix Herkens Sunita Vimal Christof Weisenbacher Marvin
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Ein skrupelloser Schlächter.
Dieses Jahr jährt sich zum 81. Male die Zerstörung unserer Heimatstadt Pforzheim. Zum wiederholten Male werden wir den Aufmarsch von Links- und Rechtsradikalen erleben, die sich dessen zu Nutze machen. Dazu sonstigen "Firlefanz" wie "Tanzen für den Frieden" in der Kirche usw. Dazu dürfen wir die Sonntagsreden diverser Politiker, auch von OB Boch hören, die in historischer Unkenntnis über den Bombenkrieg des Zweiten Weltkrieges schwadronieren und dabei stets Tatsachen außer acht lassen. Vor allem die Tatsache, dass es neunmal die Engländer waren, die Pforzheim in Schutt und Asche legten und nicht die deutsche Luftwaffe.
Ihre Reden zeigen zudem von deren Unkenntnis bezüglich des geschichtlichen Hintergrundes. Auch fällt niemals der Name eines Mannes, der frei von jeglichen Schuldgefühles, niemals Reue gezeigt hat - Sir Arthur Harris.
Eines Mannes, der immer wieder betonte, dass dieser Massenmord "von Hunnen", die Hauptaufgabe der RAF sei.
Um sein Vorgehen zu legitimieren, behauptete er, dass schließlich Deutschland den Terror aus der Luft begonnen habe. Dazu kam die menschliche Rechtfertigung nach dem Weltkrieg. " Trotz allem, war die Bombardierung eine relativ humane Methode der Kriegführung."
"The Butcher" muss anscheinend verdrängt haben, dass die britische Regierung am 11. 05.1940 beschlossen hatte, den Bombenkrieg ins Hinterland des Feindes zu tragen. Dies fand umgehend seine Anwendung auf die rheinischen Industriegebiete, Ziele die eben noch erreichbar waren. Das ein Vierteljahr vor den Attacken deutscher Bomber auf englische Industriestädte. Diese waren wiederum Antworten auf die Angriffe der RAF auf Berlin.
Der "Menschenschlächter Hitler", befahl die "Ausradierung ganzer englischer Städte", in Unkenntnis der militärischen Machbarkeit seiner Anweisung.
Auch in Ignoranz der Artikel 25 und 27 der Hager Landkriegsordnung, die es untersagen " unverteidigte Städte, Dörfer, Wohnstätten oder Gebäude...anzugreifen."
Außerdem sollten Kulturgüter, Krankenhäuser, Wasserwerke und ähnliches nicht gefährdet werden. (red. Zusatz: Mit dem "Nerobefehl " vom Frühjahr 1945 wollte Hitler in seinem Endwahn ganz Deutschland weitgehend technisch zerstören, auch weil sich das deutsche Volk als das "schwächere" erwiesen habe.)
Diese gleiche Ignoranz legte auch Harris an den Tag.
Doch skrupellos war dieser schon in seiner Dienstzeit, als Staffelführer in Indien und dem Irak. Schon in den zwanziger Jahren ließ er Bomben auf eben diese, oben erwähnten Ziele werfen.
Natürlich wurde er von seinen Vorgesetzten nicht zur Rechenschaft gezogen. Genau sowenig im Nürnberger Prozess, obwohl der damalige Chefankläger Jackson forderte, dass Kriegsverbrechen beider Seiten zu verfolgen seien.
Dabei sind seine Aussagen dokumentiert. Vor allem die, "dass die Ziele bebaute Gebiete....sein werden." Das müsse jedem klar gemacht werde.
Das zeigte sich beim Angriff auf Lübeck, an einem Feiertag. Da das Zentrum voll von Fachwerkhäusern stand, die gut brannten, so wie in Pforzheim, hatte er sich diese Stadt ausgesucht.
Dieser Angriff war so erfolgreich wie der Angriff auf Pforzheim. Was zusätzlich ähnlich ist, es gab kaum kriegswichtige Betriebe in der Stadt.
Harris nannte diese und weitere Aktionen "Moral Bombing." Basierend auf der Zustimmung des britischen Kabinetts vom März 1942. Diese Beschlussvorlage nannte sich " Dehousing Paper." Dreißig Prozent aller Wohngebäude sollten in den deutschen Städten zerstört werden, in Pforzheim und Dresden waren es dann über 75%.
Natürlich sprach man von den Opfern überhaupt nicht.
So wie heute nur am Rande. Da reden geistliche Würdenträger darüber," dass es keine unschuldige Stadt gegeben hätte" und kündigen, ganz am Rande, natürliche Solidarität der Lebenden mit den Toten auf.
Über Sodom und Gomorra, deren möglichen Verschonung, den zehn Gerechten darin, haben diese wohl vergessen.
Das selbst den Siegern, Harris "Moral Bombing " nicht moralisch vorkam lässt sich daran deuten, dass dieser nach dem Krieg in der Versenkung verschwand und ihm jeder noch so kleine Wunsch abgeschlagen wurde.
Was von ihm auf jeden Fall bleibt, ist das Erscheinungsbild Pforzheims sowie anderer heimgesuchter Großstädte, das Großgräberfeld auf dem Hauptfriedhof und seine Statue in London.
Was wohl auch bleiben wird, ist die stetige Instrumentalisierung dieses einschneidenden Ereignisses, von allen Seiten.
Fakten sind schon lange nicht mehr gefragt. Es geht nur mehr um die reine Nutzanwendung dieser Jubiläen, um mehr nicht.
Eine stille Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof, ohne die dazugehörigen Reden, sowie das stille Versammeln auf dem Marktplatz genügen völlig.
Markus Speer
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Red. Zusatz: Früher gab es eine Gedenktafel auf dem Wallberg, auf der Kriegsgründe für den Angriff auf Pforzheim wie die Zünderproduktion u.a. für die Vergeltungswaffen V1 und V2 für den Angriff auf Pforzheim aufgeführt waren, der kurz vor Kriegsende noch unter dem Namen Operation Clarion stattfand und Leid und Elend über die Goldstadt brachte. Später wurde die Gedenktafel plötzlich entfernt, durch diverse Stelen ersetzt, die frühere Inschrift verschwand... "Kehrwoche auf de Wallberg" titulierte die Zeitung "Freitag" einen kritischen Artikel über die geschichtliche Reinwaschaktion, was auch u.a. vom früheren Stadtrat Udo Behner ( Früher gab es eine Gedenktafel auf dem Wallberg, auf der Kriegsgründe für den Angriff auf Pforzheim wie die Zünderproduktion u.a. für die Vergeltungswaffen V1 und V2 für den Angriff auf Pforzheim aufgeführt waren, der kurz vor Kriegsende noch unter de Namen Operation Clarion stattfand und Leid und Elend über die Goldstadt brachte. "Kehrwoche auf de Wallberg" titulierte die Zeitung "Freitag" einen kritischen Artikel über die geschichtliche "Reinwaschaktion," was auch u.a. früheren Stadtrat Udo Behner kritisiert wurde. (Autor von: "Pforzheim - die Stadt, die mit ihrer Geschichte nicht umgehen kann" ) .
Vorgeschichte dazu :
Die Luftschlacht um England führte zu einem erheblichen Verlust von Zivilisten und militärischen Kräften. Bis Ende Mai 1941 wurden 43.000 Zivilisten getötet, und über eine Million Häuser wurden allein in London zerstört oder beschädigt. Neben London und Coventry sind auch Birmingham, Sheffield, Liverpool, Hull, Manchester, Portsmouth, Plymouth und Southampton von schweren Bombardierungen betroffen. Weitere kleine deutsche Bombardierungen 1941-1944 liessen die Anzahl englischer Todesopfer auf 51.509 steigen. V1 und V2 verursachten 1944-1945 zusätzlich 8938 Todesopfer. Rechtsextreme Kreise u.a. der FHD versuchen seit 1989 mit der berüchtigten Fackelmahnwache dieses traurige Ereignis für ihre dunklen Zwecke zu missbrauchen. Dagegen formiert sich seit Jahren Widerstand aus der Zivilgesellschaft, z.B. von der IgR, Kirchen, Gewerkschaften, würde die Fackelmahnwache eines Tages wegfallen, wäre es denkbar, dass die gewünschten Zwecke im Leserbrief eintreten könnten.
. Vorgeschichte dazu:
Die Luftschlacht um England führte zu einem erheblichen Verlust von Zivilisten und militärischen Kräften. Bis Ende Mai 1941 wurden 43.000 Zivilisten getötet, und über eine Million Häuser wurden allein in London zerstört oder beschädigt. Neben London und Coventry sind auch Birmingham, Sheffield, Liverpool, Hull, Manchester, Portsmouth, Plymouth und Southampton von schweren Bombardierungen betroffen. Weitere kleine deutsche Bombardierungen 1941-1944 liessen die Anzahl englischer Todesopfer auf 51.509 steigen. V1 und V2 verursachten 1944-1945 zusätzlich 8938 Todesopfer. (Auch in anderen überfallenen Ländern wurden von der Nazi-Luftwaffe viele Städte zerstört, hier sei nur Rotterdam oder Warschau genannt, mit vielen tausenden an zivilen Opfern. )
Zur Zerstörung von Pforzheim: Rechtsextreme Kreise u.a. der FHD versuchen seit 1989 mit der berüchtigten Fackelmahnwache dieses traurige Ereignis für ihre dunklen Zwecke zu missbrauchen. Dagegen formiert sich seit Jahren Widerstand aus der Zivilgesellschaft, z.B. von der IgR, Kirchen, Gewerkschaften, würde die Fackelmahnwache eines Tages wegfallen, wäre es denkbar, dass die gewünschten Zwecke im Leserbrief eintreten könnten.
Quelle u.a.: Wikipedia, https://www.freitag.de/autoren/bernd-hein/kehrwoche-am-wallberg
ron
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Zecken & FSME:
Gefahr für ungeschützte Personen steigt weiter an
25 Jahre Zecken-Statistik zeigt Trends und wachsende Gefahr, betonen Expert:innen auf Pressekonferenz der Universität Hohenheim / Zeckenkongress startet am 23.2.2026
2025 könnte die Zahl der FSME-Erkrankungen einen neuen Rekordwert erreicht haben. Und auch in Zukunft ist mit immer weiter steigenden Erkrankungszahlen zu rechnen, so die Prognose von Parasitologin Prof. Dr. Ute Mackenstedt und Virologe Prof. Dr. Gerhard Dobler. Das Expertenduo äußerte sich auf einer heutigen Pressekonferenz an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Dabei stützten sich beide auf 25 Jahre FSME-Statistik als auch auf aktuelle Beobachtungen. Die Zahlen zeigten auch, wie sehr sich das natürliche Infektionsrisiko auf ungeimpfte Personen gesteigert habe. Die Pressekonferenz fand im Vorfeld des 8. Süddeutschen Zeckenkongress statt, der am kommenden Montag beginnt.
Zecken sind inzwischen ganzjährig aktiv, erobern selbst kühle Berglagen und verbreiten das FSME-Virus in ganz Deutschland. Mit der gestiegenen Verbreitung und Aktivität der Zecken steigt auch die Zahl der Personen, die an der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung (FSME) erkranken.
„Die Auswertungen laufen noch, aber es ist jetzt schon abzusehen, dass wir die schon sehr hohen Zahlen von 2024 im vergangenen Jahr übertroffen haben werden“, berichtet Prof. Dr Gerhard Dobler. Der Mikrobiologe leitet Deutschlands nationale Konsiliarlabor für FSME. Als solches hat es u.a. die Aufgabe, unklare FSME-Diagnosen zu überprüfen, aber auch die gesamte Epidemiologie und Ökologie der Erkrankung zu beobachten.
„Aktuell haben wir 693 gesicherte FSME-Fälle in 2025. Hinzu kommen noch 100 Verdachtsfälle, die gerade geprüft werden. Im Jahr 2024 gab es 695 gesicherte Erkrankungen – und das galt damals schon als eines der Rekordjahre.“
An der Spitze stehen nach wie vor die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern mit 80 % der Krankheitsmeldungen. Ein ansteigender Trend sei jedoch in allen Bundesländern zu beobachten.
Krankheitszahlen werden vermutlich auch weiter steigen
Voraussichtlich werden die Werte in den kommenden Jahren auch weiter steigen, so Prof. Dr. Mackenstedt. „In der Vergangenheit hatten wir gewisse Zyklen: Das heißt, auf ein Jahr mit besonders vielen Erkrankungsfällen folgten ein bis zwei Jahre mit geringeren Fallzahlen. Seit 2016 gibt es nur noch Jahre mit hohen Fallzahlen von 400 bis 500 Krankheitsmeldungen.“
Die Gründe dafür seien vielfältig. Ein Treiber ist jedoch der Klimawandel: „Die wärmeren Temperaturen lassen Zecken in kühlere Regionen im Norden und im Gebirge vordrängen. In manchen Jahren sind sie selbst im Winter aktiv. Vor allem aber überleben viel mehr Zecken die wenigen Frosttage, so dass wir bereits im Frühjahr einen ersten Peak an FSME-Meldungen haben“, so Prof. Dr. Mackenstedt.
Infektionsrisiko steigt – doch Impfung schützt
Vor allem zeigten die Zahlen, dass das Infektionsrisiko auf ungeschützte Personen stark zugenommen habe. „Vor FSME geschützt sind nur Personen mit Antikörpern im Blut – also diejenigen, die sich impfen ließen oder schon mal eine FSME-Infektion durchgemacht haben, die ggf. auch nicht zum Ausbruch der Krankheit geführt haben muss“, erklärt Prof. Dr. Dobler.
Das ließe sich z.B. am Landkreis Passau erläutern: „Dort lassen sich bei 80 % der Bevölkerung Antikörper gegen FSME nachweisen. Das heißt, wir haben nur noch 20 %, die nicht geschützt sind, und trotzdem steigen die Erkrankungszahlen weiter an.“
Sowohl Prof. Dr. Mackenstedt als auch Prof. Dr. Dobler raten deshalb dringend dazu, sich gegen FSME impfen zu lassen und die Impfung regelmäßig aufzufrischen.
HINTERGRUND: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Das FSME-Virus wird durch europäische Zecken wie den europäischen Holzbock, aber auch die Auwaldzecke, übertragen. In den Risikogebieten liegt die Wahrscheinlichkeit für eine
FSME-Infektion nach einem Zeckenstich bei 1:50 bis 1:100. Nach circa 3-8 Tagen treten grippeähnliche Symptome auf. Bei rund einem Drittel der Patienten kommt es nach einer vorübergehenden Besserung zu einem erneuten Fieberanstieg und einer zweiten Krankheitsphase mit Symptomen des Gehirns.
Bei leichten Verläufen klagen die Patienten vorwiegend über starke Kopfschmerzen. Bei schwereren Verläufen sind auch Gehirn und Rückenmark beteiligt. Zu den Symptomen gehören Koordinationsstörungen, Lähmungen, Sprach- und Sprechstörungen sowie Bewusstseinsstörungen und epileptische Anfälle. Für rund ein Prozent der Patienten endet die Krankheit tödlich. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, können nur die Symptome therapiert werden. Schützen kann eine Impfung.
PM/Uni Hohenheim
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AfD-Verwandtenaffäre: Transparency Deutschland fordert Gesetzesänderungen
Berlin, 18.02.2026 – Laut Presseberichten hat die AfD ein systematisches Günstlingssystem geschaffen, um an Abgeordnetengesetzen vorbei Verwandte, Ehe- oder Lebenspartner:innen mittels öffentlicher Gelder zu beschäftigen. Transparency International Deutschland e. V. fordert umgehende Gesetzesänderungen, um solche Vetternwirtschaft wirksam zu unterbinden. Dass das machbar ist, zeigen die Verschärfungen des bayerischen Abgeordnetengesetzes nach der Verwandtenaffäre von 2013.
Alexandra Herzog, Vorsitzende von Transparency Deutschland, erklärt:
„Die Lieblingsgeschichte der AfD ist die von den angeblich korrupten Eliten. Die Verwandtenaffäre lässt allerdings den Verdacht aufkommen, dass es sich bei diesem Feindbild um eine Selbstbeschreibung handeln könnte. Die bisher bekannt gewordenen Fälle von Vetternwirtschaft in der AfD offenbaren, wie skrupellos und weitreichend man sich hier auf Kosten des Steuerzahlers bereichert hat.“
2013: Verwandtenaffäre in Bayern
2013 kam die Verwandtenaffäre um Abgeordnete des bayerischen Landtags an die Öffentlichkeit. Das bayerische Abgeordnetengesetz wurde daraufhin deutlich verschärft. Verboten ist seitdem nicht nur die Beschäftigung von eigenen Ehepartnern und Verwandten sondern auch von Mitarbeitenden, die mit einem anderen Mitglied des Bayerischen Landtags verheiratet oder bis zum dritten Grad verwandt oder verschwägert sind oder waren.
Parlamentsübergreifende Günstlingssysteme beschränken
Die Gesetzesänderungen müssen darüber hinaus den Umstand berücksichtigen, dass die Vetternwirtschaft sich nicht auf das jeweilige Parlament eingrenzen lässt. Laut Presseberichten beschäftigt der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Korell den Vater des Landtagsabgeordneten und Spitzenkandidaten der AfD für Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund. Die AfD-Abgeordnete im Europaparlament Mary Khan-Hohloch soll die Ehepartnerin des Vorsitzenden der AfD-Jugendorganisation aus ihrer steuerfinanzierten Mitarbeiterpauschale bezahlen. Fälle wie diese verdeutlichen, dass die Abgeordnetengesetze auch die Beschäftigung von Angehörigen von Mitgliedern anderer Parlamente einschließlich des Europaparlaments einbeziehen müssen, um parlamentsübergreifenden Nepotismus wirksam zu unterbinden.
Alexandra Herzog erklärt:
„Gemessen an den Vorgaben des bayerischen Abgeordnetengesetzes wären viele der AfD-Fälle, um die es aktuell geht, illegal. Deshalb fordern wir, dass zeitnah das Abgeordnetengesetz des Bundes sowie die Gesetze der übrigen Bundesländer und des europäischen Parlaments entsprechend verschärft werden.“
PM
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Leserbrief zum aktuellen Zustand im Stadtarchiv der Stadt Pforzheim
Wie haltet ihr es mit dem kulturellen Erbe eurer Stadt? Das soll schon Alfons Kern Ende des 19 Jahrhunderts gefragt haben, bevor er sich ans Werk machte und die Bestände dieses Erbes bündelte und noch weiter zusammenführen wollte.
Schon damals waren die geschichtlichen Relikte entweder verschwunden oder wurden unbarmherzig zum Verschwinden gebracht.
So wurde das historische Flößerviertel abgerissen oder der Stadtrat beschloss gar die gesamte historische Innenstadt abzureisen, um aus Pforzheim eine moderne Industriestadt zu machen.
Die Stadt ohne Vergangenheit wurde Pforzheim genannt und die Reststücke der Vergangenheit wurden an Plätzen aufbewahrt, die man eher als " Rumpelkammer der Maschinenstadt" bezeichnete.
Die meisten Einwohner sahen die Orte der Erinnerungskultur eher als Rumpelkammern zur Entsorgung dieser Vergangenheit.
Dieses Gefühl kommt bei mir hoch,wenn ich den Zustand des Stadtarchives sehe,in seinem vernachlässigten Zustand, und mir bewusst wird,dass Orte des Erinnerns einfach aus der Stadtmitte hinausgedrängt wurden und das schon damals wie heute. So fristet beispielsweise das Heimatmuseum ein Schattendasein in Brötzingen ,vom Schmuckmuseum oder technischen Museum ganz zu schweigen.
Anstatt die Exponate,vor allem an einem Ort zu bündeln,hat man deren unzählige überall verstreut und sozusagen versteckt.
Herr Adam hat nun die Idee,das zumindest das Stadtarchiv in die Innenstadt umziehen könnte.
Diese Idee hatte schon Alfons Kern 1922.
Damals wollte er,dass am Schlossberg ein Museum entstehen sollte,das sowohl die Altertumssammlung,als auch sämtliche Urkunden über die Stadt,nebst all den von Reuchlin verfassten Schriften enthalten hätte.
Also sollte natürlich auch das Stadtarchiv seinen Platz in der Innenstadt erhalten, wie jetzt von Herrn Adam angedacht.
Das wurde damals von den akademischen Kreisen barsch abgelehnt.
Wie auch 1955,als man ein Reuchlinhaus am Schlossberg errichten wollte,die evangelische Kirchengemeinde dieses Ansinnen ablehnte,da der Blick von oben den ankommenden Reisenden auf die Schlosskirche verdecken würde.
Übrigens sollte auch damals das Archiv dort miteinziehen.
So führen die schon genannten Stätten der Erinnerungskultur ein Nischendasein.
Ich bin schon aus diesem Grund dafür noch weiter als Kai Adam zu gehen und für Kulturforum in der Innenstadt zu plädieren.
Darin könnte außer dem Archiv auch das Schmuckmuseum und das Heimatmuseum seinen Platz finden.
Dazu natürlich die Hinweise auf die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung bzw.wo Geschichte auch tatsächlich stattgefunden hat wie z.B die Burg Liebeneck oder der Kapellhof.
Auf jeden Fall könnte dem ein lokaler Museumsverbund Abhilfe leisten,raus aus den Nischen rein ins Zentrum.
Markus Speer
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Allianz für den freien Sonntag gegründet
Ein sogenannter "Spaeti" zn.B. hier in Pforzheim, hat nun auch nachts geöffnet (Foto:ron)
Baden-Württemberg kritisiert die neue gesetzliche Regelung zu vollautomatisierten Verkaufsstellen
Die heute vom Landtag beschlossene Änderung des Gesetzes über die Ladenöffnung (LadÖG) Baden-Württemberg erlaubt Inhabern von vollautomatisierten Verkaufsstellen, die ohne Verkaufspersonal betrieben werden (bis max. 150 m2 Verkaufsfläche), an Sonn- und Feiertagen 24 Stunden zu öffnen - ausgenommen sind Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag und der erste Weihnachtsfeiertag.
Aus Sicht der Allianz, die sich aus kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen zusammensetzt, stehen verfassungsrechtliche Vorgaben dieser neuen Regelung entgegen: Die Sonntage und die staatlich anerkannten Feiertage genießen als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung nach Art 140 GG i. V. m. Art 139 WRV einen besonderen verfassungsrechtlichen Schutz. Art 3 unserer Landesverfassung stellt die Sonntage und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der Erhebung ebenfalls unter Rechtsschutz. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind Ausnahmen von der Sonn- und Feiertagsruhe nur zur Wahrung höherer oder gleichwertiger Rechtsgüter zulässig und bedürfen eines Sachgrundes von besonderem Gewicht.
„Durch eine grundsätzliche, ganztägige Ladenöffnung an Sonn- und Feiertagen wird eine für jedermann wahrnehmbare Geschäftigkeits- und Betriebsamkeitswirkung erzeugt, die einen typisch werktäglichen Lebensvorgang darstellt und somit im Widerspruch zur verfassungsrechtlichen Zweckbestimmung der Sonn- und Feiertage steht. Ein besonderes Versorgungsinteresse der Bevölkerung an Sonn- und Feiertagen ist nicht gegeben, da das in den automatisierten Verkaufsstellen angebotene Warensortiment bereits jetzt an sechs Werktagen rund um die Uhr erworben werden kann," so Dr. jur. Astrid Deusch von der Erzdiözese Freiburg.
„Die landesweite Zulassung der Verkaufsöffnung für automatisierte Verkaufsstellen mit dem Warensortiment Ge- und Verbrauchsgüter an Sonn- und Feiertagen ist als Verletzung des Ruhegebots und der Möglichkeit zur seelischen Erhebung zu bewerten", so Dr. Deusch.
Die derzeit vorhandenen Ausnahmeregelungen im Ladenöffnungsgesetz Baden-Württemberg für den Verkauf von Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs an Sonn- und Feiertagen sind nach Ansicht der Allianz völlig ausreichend, sollte sich ein unvorhergesehener, kurzfristiger Bedarf ergeben, der werktags nicht gedeckt werden kann.
In der nun beschlossenen Gesetzesänderung sieht die Allianz einen Systemwechsel, der das Regel-Ausnahme-Prinzip des Ladenöffnungsgesetzes zum sonntäglichen Verkaufsverbot sehr weit aufweicht: Es fehlen Einschränkungen bzgl. der örtlichen Lage der automatisierten Läden, zudem wird mit „Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs" ein umfangreiches Warensortiment zum Verkauf zugelassen, das einer konkreten, gesetzlichen Definition entbehrt.
„Es ist zu erwarten, dass die großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels die neuen Chancen nutzen und sehr schnell eigene vollautomatisierte Verkaufskonzepte anbieten werden. Der Handelsverband Baden-Württemberg leistet dazu bereits Unterstützung, indem er die Begrenzung der Verkaufsfläche auf max. 150 m2 kritisch hinterfragt und Flächen von 350 m2 und 400 m2 zur Diskussion stellt.", so Wolfgang Krüger, ver.di-Baden-Württemberg.
Die Allianz für den freien Sonntag Baden-Württemberg wird sich dafür einsetzen, dass eine Evaluierung des neuen Gesetzes nach angemessenem Zeitablauf durchgeführt wird. Dabei wird insbesondere das sonntägliche Beschäftigungsverbot von besonderem Interesse sein.
PM/ver.di
Red. Zusatz + Kommentar : Ausser den sogenannten "Spaetis" gibt es auch viele "Kioske," die meist nur Genusswaren wie Alkohol , Süssigkeiten und Tabawaren anbieten, oft lange Öffnungszeiten haben, z.B. von 8 - 22 Uhr, teilweise gibt es auch keinerlei Hinweis auf die Öffnungszeiten , was ein Fehler ist. Denn es kam in der Vergangenheit auch vor, dass auch an Feiertagen der Laden geöffnet war, ob aus Unkenntnis der gesetzlichen Regelungen oder vielleicht auch Berechnung auf ein gutes Geschäft, ist unbekannt...Früher war ein Kiosk ein zumeist alleinstehendes Gebäude, indem auch u.a. Zeitschriften oder auch Lebensmittel angeboten wurden, damit auch einen Beitrag zur Nachbarschaftsversorgung leisteten. Die Preise in den sogenannten "Spaetis" sind meist höher als im Einzelhandel , gleichen oft Preisen wie an Tankstellen, wo der Autofahrer mal schnell eine Flasche Bier oder Dose mitnimmt, als Reiseproviant, dabei nicht so auf den Preis achtet. Durch die neue Novellierung des Ladenschlußgesetzes könnte auch nun auch eine Wettbewerbsverzerrung eintraten, wenn alle "Spaetus" nun davon profitieren könnten. was lokale Einzelhändler empfindlich treffen kann.
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Leserbrief zum kulturellen Erbe der Goldstadt
Wie haltet ihr es mit dem kulturellen Erbe eurer Stadt soll schon Alfons Kern Ende des 19 Jahrhunderts gefragt haben,bevor er sich ans Werk machte und die Bestände dieses Erbes bündelte und noch weiter zusammenführen wollte.
Schon damals waren die geschichtlichen Relikte entweder verschwunden oder wurden unbarmherzig zum Verschwinden gebracht.
So wurde das historische Flößerviertel abgerissen oder der Stadtrat beschloss gar die gesamte historische Innenstadt abzureisen, um aus Pforzheim eine moderne Industriestadt zu machen.
Die Stadt ohne Vergangenheit wurde Pforzheim genannt und die Reststücke der Vergangenheit wurden an Plätzen aufbewahrt, die man eher als " Rumpelkammer der Maschinenstadt" bezeichnete.
Die meisten Einwohner sahen die Orte der Erinnerungskultur eher als Rumpelkammern zur Entsorgung dieser Vergangenheit.
Dieses Gefühl kommt bei mir hoch,wenn ich den Zustand des Stadtarchives sehe,in seinem vernachlässigten Zustand, und mir bewusst wird,dass Orte des Erinnerns einfach aus der Stadtmitte hinausgedrängt wurden und das schon damals wie heute. So fristet beispielsweise das Heimatmuseum ein Schattendasein in Brötzingen ,vom Schmuckmuseum oder technischen Museum ganz zu schweigen.
Anstatt die Exponate,vor allem an einem Ort zu bündeln,hat man deren unzählige überall verstreut und sozusagen versteckt.
Herr Adam hat nun die Idee,das zumindest das Stadtarchiv in die Innenstadt umziehen könnte.
Diese Idee hatte schon Alfons Kern 1922.
Damals wollte er,dass am Schlossberg ein Museum entstehen sollte,das sowohl die Altertumssammlung,als auch sämtliche Urkunden über die Stadt,nebst all den von Reuchlin verfassten Schriften enthalten hätte.
Also sollte natürlich auch das Stadtarchiv seinen Platz in der Innenstadt erhalten, wie jetzt von Herrn Adam angedacht.
Das wurde damals von den akademischen Kreisen barsch abgelehnt.
Wie auch 1955,als man ein Reuchlinhaus am Schlossberg errichten wollte,die evangelische Kirchengemeinde dieses Ansinnen ablehnte,da der Blick von oben den ankommenden Reisenden auf die Schlosskirche verdecken würde.
Übrigens sollte auch damals das Archiv dort miteinziehen.
So führen die schon genannten Stätten der Erinnerungskultur ein Nischendasein.
Ich bin schon aus diesem Grund dafür noch weiter als Kai Adam zu gehen und für Kulturforum in der Innenstadt zu plädieren.
Darin könnte außer dem Archiv auch das Schmuckmuseum und das Heimatmuseum seinen Platz finden.
Dazu natürlich die Hinweise auf die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung bzw.wo Geschichte auch tatsächlich stattgefunden hat wie z.B die Burg Liebeneck oder der Kapellhof.
Auf jeden Fall könnte dem ein lokaler Museumsverbund Abhilfe leisten,raus aus den Nischen rein ins Zentrum.
Markus Speer
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VCD fordert zum Verkehrsgerichtstag: Neue Promillegrenze für Radfahrende und Radverkehr als Ganzes sicherer machen
Auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar wird u.a. über mögliche Gefahren durch alkoholisierte Rad- und Pedelecfahrende diskutiert. Der ökologische Verkehrsclub VCD spricht sich für die Einführung einer 1,1-Promillegrenze für Radfahrende aus, betont aber aber zugleich: Entscheidend für mehr Sicherheit sind bessere Radwegenetze und ein konsequentes Alkoholverbot für Autofahrende.
Goslar, 28. Januar 2026. Beim diesjährigen Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar befasst sich ein Arbeitskreis mit den Risiken durch alkoholisierte Fahrende von Fahrrädern, Pedelecs und E-Scootern. Für Radfahrende liegt die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit bislang bei 1,6 Promille – obwohl wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Fahrtüchtigkeit bereits ab etwa 0,8 Promille deutlich nachlässt. 83 Prozent der alkoholisierten Radfahrenden, die verunglücken, hatten mindestens 1,1 Promille im Blut. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht hier Handlungsbedarf und unterstützt die Einführung eines Bußgeldtatbestands ab 1,1 Promille für Radfahrende.
Gleichzeitig warnt der Verband davor, den Blick allein auf den Radverkehr zu richten. „Die größte Gefahr für Radfahrende geht nach wie vor vom Autoverkehr aus“, betont Harald Walsberg, Verkehrssicherheitsexperte und VCD-Vertreter auf dem Verkehrsgerichtstag. In über 75 Prozent der Fälle tragen Autofahrende die Hauptschuld an Unfällen mit Fahrradbeteiligung – etwa durch Fehler beim Abbiegen, unachtsames Öffnen der Autotüren („Dooring“), Wenden, Missachten der Vorfahrt oder fehlenden Sicherheitsabstand beim Überholen.
Um die Zahl der Verkehrstoten dauerhaft zu senken, fordert der VCD deshalb den zügigen Ausbau sicherer, komfortabler und durchgehender Radwegenetze sowie die Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Diese Maßnahmen sind zentral, um die Vision Zero – Null Verkehrstote – zu erreichen.
Darüber hinaus setzt sich der VCD für die Einführung einer bundesweiten 0,0-Promille-Regelung für alle Kraftfahrzeuge ein. Der bestehende Grenzwert von 0,5 Promille als Ordnungswidrigkeit im motorisierten Verkehr reicht nicht aus, um Unfälle wirksam zu verhindern. Studien zeigen, dass das Unfallrisiko schon ab 0,2 Promille messbar steigt. Für Fahranfänger*innen gilt ein absolutes Alkoholverbot am Steuer bereits heute.
„Die wenigsten Menschen können realistisch einschätzen, wann sie eine bestimmte Promillegrenze überschreiten“, so Harald Walsberg. „Denn der Blutalkoholwert hängt von zahlreichen Faktoren ab, etwa vom Körpergewicht, vom Alter oder von der vorherigen Nahrungsaufnahme. Eine 0,0-Promille-Regelung schafft Klarheit und kann Leben retten.“
PM/VCD
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Völkerrechtswidrige Totalblockade Kubas durchbrechen : Menschenrechte verteidigen...
Mit einer am 30. Januar 2026 in Kraft getretenen Executive Order hat US-Präsident Trump die „Politiken, Praktiken und Handlungen der Regierung Kubas" zu einer „ungewöhnlichen und außerordentlichen Bedrohung" für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der USA erklärt.
Mit dem Ziel, den Export von Öl und Kraftstoffen nach Kuba zu unterbinden, droht die US-Regierung allen Staaten mit empfindlichen Sonderzöllen, die direkt oder indirekt Ölprodukte an Kuba verkaufen oder auf anderem Weg zur Verfügung stellen.
Zur Begründung dieses Ölembargos werden unhaltbare Behauptungen aufgestellt: Kuba unterstütze Feinde der USA sowie transnationale terroristische Netzwerke, denen es darum ginge, die USA zu zerstören. Ferner stünde das Handeln der kubanischen Regierung im Widerspruch zu „den moralischen und politischen Werten demokratischer und freier Gesellschaften" und „im Widerspruch zur Außenpolitik der Vereinigten Staaten, die darauf abzielt, einen friedlichen Wandel in Kuba zu fördern und Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Menschenrechte weltweit zu stärken."
Die Blockade von Kraftstofflieferungen spitzt die Anfang der 1960er Jahre noch unter Präsident Kennedy begonnene, seit den 1990er Jahren mit dem Torricelli-Act und dem Helms-Burton-Act massiv verschärfte Blockade Kubas extrem zu. Das Embargo verstößt von Beginn an gegen das in der UN-Charta verankerte Prinzip der souveränen Gleichheit der Nationen (Art. 2 Nr. 1), das Verbot der Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten (Art. 2 Nr. 7) sowie die damit verbundenen Grundsätze der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker (Art. 1 Nr. 2) und das aus diesen Bestimmungen hergeleitete, völkergewohnheitsrechtliche Interventionsverbot.
Die Weltgemeinschaft hat diese auf die Monroe-Doktrin gestützte US-Politik in jährlichen, stets beinahe einstimmigen Resolutionen verurteilt - zuletzt am 29. Oktober 2025.
Das Erdöl-Embargo verletzt zudem in unerträglichem Maße sämtliche Menschenrechte der Kubanerinnen und Kubaner. Indem Kuba der Zugang zu Kraftstoffen versagt wird, wird der gesamte Verkehr perspektivisch auf Pferde- und Eselskarren zurückgeworfen. Damit stehen nicht nur Krankenversorgung und Zugänge zu Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, sondern auch die gesamte Wirtschaft des Landes, einschließlich der Landwirtschaft vor dem Zusammenbruch.
Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf das kubanische Gesundheitssystem: Die bestehende Blockade untergräbt das Recht auf Gesundheit der kubanischen Bevölkerung durch gravierende Einschränkungen beim Zugang zu Medikamenten, medizinischen Geräten, Ersatzteilen und moderner Diagnostik. Die Blockade von Kraftstofflieferungen wird diese verheerenden Folgen weiter verschärfen, da ohne gesicherte Energie- und Treibstoffversorgung der Betrieb medizinischer Einrichtungen sowie Notfall- und Präventionsdienste massiv beeinträchtigt werden.
Die IALANA Deutschland appelliert an die Bundesregierung und den Bundeskanzler, an die EU-Kommission und deren Präsidentin, an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Präsidenten des ECOSOC sowie den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das völker- und menschenrechtswidrige Handeln der USA in Bezug auf Kuba zu unterbinden.
ruft die Bundesregierung und die EU sowie alle freien Staaten der Welt auf, das Ölembargo der USA zu durchbrechen und Kuba behelfsweise für die Dauer des Embargos mit Erdöl und den benötigten Derivaten zu beliefern sowie im Wege der Entwicklungszusammenarbeit dazu beizutragen, die Abhängigkeit Kubas vom Öl durch Umstellung auf alternative Energien zu überwinden.
fordert die Bundesregierung, die Europäische Union und die Vereinten Nationen auf, aktiv dafür zu sorgen, dass das kubanische Gesundheitssystem nicht länger durch US-Sanktionen beeinträchtigt wird und durch konkretes politisches und praktisches Handeln die vollständige Wiederherstellung des Rechts auf Gesundheit der Bevölkerung Kubas zu ermöglichen.
appelliert an alle Friedens- und Menschenrechtsorganisationen, das neokoloniale Handeln der USA zu verurteilen und sich mit allen zur Verfügung stehenden friedlichen Mitteln für ein Ende des Ölembargos und der Sanktionen insgesamt einzusetzen.
PM
04.02.2026
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Trumps Entführung von Maduro und sein Eingreifen in Venezuela ist eine Einladung für China in Taiwan einzumarschieren.
Der US-Angriff auf Venezuela hinterlässt einen gewaltigen Kollateralschaden in der Welt,man könnte das auch als Anarchie bezeichnen. In Venezuela herrschte zwar eine sozialistische Diktatur, trotzdem liefert diese Tatsache keinen Grund für eine fremde Macht, ein Land zu überfallen und den Präsidenten zu entführen.
Der Angriff der USA auf Venezuela stellt einen Bruch des Völkerrechts dar. Die Vorstellung einer regelbasierten Weltordnung hat sich als Illusion erwiesen, zumal sich die USA überhaupt nicht an die gängigen Regeln halten.
Zumal Trump wohl immer noch Grönland im Visier hat?
Die USA handeln auf jeden Fall unter Trump wie eine imperialistische Großmacht des 19. Jahrhunderts.
Das nationale IInteresse und das Recht des Stärkeren steht über allem, auch gegenüber der Nato.
Das gilt vor allem für Lateinamerika. Die sogenannte Monroe-Doktrin,so nannte man den US Imperialismus damals, aus dem Jahr 1823 war der erste Versuch der aufstrebenden USA, die Welt in Sphären zu teilen. Die damals junge Nation wollte mitbestimmen, wer im erklärten Einflussgebiet regiert und wer nicht. Auch nach der Erweiterung des amerikanischen Interessengebiets auf die gesamte Welt, haben die USA immer wieder in die Geschicke der Länder des Kontinents eingegriffen.
So in Kuba, Nicaragua und Panama.
Damals herrschte der Kalte Krieg,jeder griff da ein,wo er seine Ordnung bedroht sah. So auch die UdSSR in Afghanistan, mit mehr oder weniger Erfolg.
Heute herrschen wiederum andere Verhältnisse.
So kann Chinas Staatschef Xi Jinping die Intervention der USA in Venezuela gar nicht anders interpretieren als einen Freibrief für die militärisch mächtigen Nationen. Wenn die USA sich solche Aktionen erlauben, warum sollte China dann vor einem Angriff auf Taiwan zurückschrecken? Warum sollte Russland damit aufhören, seinen Einfluss militärisch auszuweiten?
Der weltweite Schaden ist gewaltig,auch für die Institution Uno,der Nato und den Weltsicherheitsrat.
Wer hört denn noch auf die Mahnungen der westlichen Demokratien, wenn es so vorgemacht wird?
Greift Trump auch noch bald in Kolumbien und dem Iran ein,wenn er seine wirtschaftlichen Interessen bedroht fühlt?
Das kann leicht zu einem Flächenbrand führen.
Die Meinungsfreiheit ist zudem ja,l aut JD Vance, auch in Europa bedroht.
Auf jeden Fall stellt das ganze die schon genannte Anarchie dar und mit westlichen Werten hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Trump gehört auf die Anklagebank nach Den Haag, nichts mehr und nichts weniger.
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Grüner Neujahrsempfang mit Winfried Hermann in Pforzheim
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN laden am Mittwoch, 11. Februar 2026, zum Neujahrsempfang in den Singsaal des Kulturhauses Osterfeld ein. Beginn ist um 19:00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr.
Zentraler Programmpunkt des Abends ist eine Rede von Winfried Hermann, Mitglied des Landtags und ausgewiesener Experte für Verkehr und nachhaltige Mobilität. Im Fokus stehen dabei Zukunftsfragen der Mobilität sowie Perspektiven für Lebensqualität und Zusammenhalt in Pforzheim und dem Enzkreis.
Grußworte sprechen Simon Schwarz, Landtagskandidat für den Wahlkreis Pforzheim, Stefanie Seemann MdL, Landtagsabgeordnete und Kandidatin für den Wahlkreis Enz, Marlon Frommer, Vorsitzender des VCD Pforzheim/Enzkreis, sowie Jaron Immer, Sprecher der Grünen Jugend Baden‑Württemberg. Für die musikalische Umrahmung an diesem Abend sorgt die Jugendmusikschule Neuenbürg.
Der Neujahrsempfang bietet Raum für politischen Austausch und persönliche Gespräche und richtet sich an alle Interessierten aus der Region. Der Eintritt ist frei.
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Der 6. Februar ist ein transnationaler Gedenk- und Aktionstag. Er ist dem Kampf gegen das Sterben an den Grenzen gewidmet und der Forderung nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die Opfer von Migration, für ihre Angehörigen und für die Betroffenen von staatlichem Rassismus.
Auch in Freiburg kommen wir am 6. Februar zusammen – Angehörige, Freundinnen und Unterstützerinnen – in Solidarität mit allen Menschen, die infolge staatlicher Gewalt auf Flucht- und Migrationsrouten oder in unseren Nachbarschaften gestorben oder verschwunden sind.
Wir weigern uns, die Opfer dieser Verbrechen zu vergessen – weder an den Grenzen noch in unseren Städten. Kein Leben ist mehr wert als ein anderes.
Mehr Infos unter: https://tacker.fr/node/17234
PM
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Pressestatement der AGFK-BW zur Fußverkehrsstrategie Baden-Württemberg
Stuttgart, 30.01.2026 - Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) e.V. begrüßt die gestern vom Verkehrsministerium veröffentlichte Fußverkehrsstrategie. Die Strategie setzt wichtige Leitplanken, um den Fußverkehr landesweit systematisch zu stärken.
„Wir empfehlen unseren Mitgliedskommunen ausdrücklich, die Strategie als Orientierungsrahmen zu nutzen – und wir werden als AGFK-BW tatkräftig mitwirken, damit der Fußverkehr in Baden-Württemberg spürbar vorankommt“, so Günter Riemer, Vorstandsvorsitzender der AGFK-BW.
Die AGFK-BW freut sich besonders, dass sie in der Strategie ausdrücklich als wichtiger Akteur benannt und die Mitgliedschaft aller Stadt- und Landkreise als Ziel angegeben ist. Die vereinseigene Qualitätsstufe für den Fuß- und Radverkehr, auf deren Erreichung alle Kommunen in der AGFK-BW hinarbeiten, fokussiert in ihrem ersten Meilenstein „Fußverkehr als Basismobilität“ und definiert dafür konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Inhaltlich steht die AGFK-BW hinter den Leitlinien und Handlungsfeldern der Strategie – es fehlt jedoch an der notwendigen Konkretisierung, damit Verwaltungen die Inhalte rechtssicher und flächendeckend umsetzen können. „Kommunen brauchen klare Handlungsgrundlagen – etwa über Verwaltungsvorschriften (VwV) oder Erlasse. Nur so kann die Verwaltung gegenüber Gemeinderat und Straßenverkehrsbehörde sauber argumentieren. Anordnungen brauchen Paragraphen oder Erlasse, auf die man sich berufen kann – und die wünschenswerten Spielräume müssen eindeutig aufgezeigt werden“, so Riemer.
Ein Praxisbeispiel: Die Strategie fordert „ausreichend lange“ Grünphasen an Ampeln für den Fußverkehr. In der kommunalen Realität stellt sich sofort die Frage: Was heißt „ausreichend“ konkret – in Sekunden, bezogen auf Straßenverhältnisse und Gehgeschwindigkeiten? Genau an solchen Stellen braucht es klare Kriterien und Umsetzungsregeln, damit gute Ziele nicht im Alltag an Unsicherheiten scheitern.
Die Fußverkehrsstrategie stellt klar: bessere Bedingungen für den Fußverkehr sind eine Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und fördern Barrierefreiheit und Gesundheit. Diese Haltung unterstützt die AGFK-BW. „Wir stehen bereit, die nächste Phase aktiv zu unterstützen – damit aus strategischen Leitlinien konkrete, rechtssichere und umsetzbare Schritte für die kommunale Praxis werden“, kommentiert Günter Riemer abschließend.
Die Fußverkehrsstrategie des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg können Sie hier lesen.
Die AGFK-BW e. V.
Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk aus rund 120 Landkreisen, Städten und Gemeinden. Mit seiner Vision 2030 setzt sich der Verein dafür ein, dass aktive Mobilität als Basismobilität so einfach, sicher und bequem ist, dass Fuß und Rad die erste Wahl sind. Bei den Mitgliedskommunen der AGFK-BW steht aktive Mobilität für ein faires Miteinander aller und eine konsequent verfolgte Vision Zero-Strategie.
PM
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ver.di ruft bundesweit zu Streiks im kommunalen Nahverkehr auf
In der aktuellen Tarifrunde bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen ruft die Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten für Montag, 2. Februar 2026, bundesweit zu Streiks auf.
In den Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV)
geführt werden, fordert ver.di insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen ÖPNV: etwa
durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten, aber auch durch
höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen
und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Insgesamt
betroffen sind fast 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der
Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.
„Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit
und ständigen Zeitdruck", erklärte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. „Wir brauchen hier
dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den
öffentlichen Nahverkehr zu finden." In den bisherigen Verhandlungen, so Behle, verweigerten die Arbeitgeber
allerdings fast jede Verbesserung. Mehr noch: Teils sollen Belastungen sogar erhöht werden, etwa durch längere
Schichten oder die Streichung des Krankengeldzuschusses. „Das Verhalten der Arbeitgeberseite ist ein Angriff auf
bestehende Vereinbarungen", sagte Behle. „Damit wird der ÖPNV als Daseinsvorsorge gefährdet. Wer bessere
Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung verweigert, bringt die vielen Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen
sind, um ihre Teilhabe." Die Gewerkschafterin kündigte eine „harte Runde" an, wenn in die Verhandlungen keine
Bewegung komme: „Mit dem Streikaufruf setzen wir ein klares Signal der Entschlossenheit. Die Beschäftigten sind
bereit, für ihre Forderungen zu kämpfen."
Es ist davon auszugehen, dass in den betroffenen Verkehrsbetrieben der ÖPNV zum Erliegen kommt. Nur die etwa
5.000 Beschäftigten in Niedersachsen sind wegen der anhaltenden Friedenspflicht nicht zum Streik aufgerufen
bei der Hamburger Hochbahn entscheidet sich im Laufe dieses Freitags nach den aktuellen
Verhandlungsgesprächen, ob die Gewerkschaft hier ebenfalls für den 2. Februar zum Streik aufruft.
Informationen zu den Forderungen und Verhandlungsverläufen in den einzelnen Tarifgebieten gibt es unter:
https://oeffentliche-private-dienste.verdi.de/tarifbereiche/schienen-und-strassenverkehr/++co++e846e92a-fdc8
11ef-93bd-4f68d97bfe09
Zum Hintergrund: ver.di und die Klimaallianz Deutschland haben im Dezember 2025 mit einer umfassenden Studie
belegt, dass die Belastungen durch die Schichtarbeit im Fahrdienst auch im Vergleich zu anderen Branchen besonders
hoch sind. Mehr dazu hier:
https://www.verdi.de/oeffentliche-private-dienste/mein-arbeitsplatz/busse-und-bahnen/wege-personalkris
PM
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Solidarität mit der kurdischen Community in Pforzheim
Die Kurdendemo auf dem Waisenhausplatz in Pforzheim (Foto:ron)
Aufruf zur Rojava-Demonstration am 30. Januar
Die Linke Pforzheim/Enzkreis erklärt ihre volle Solidarität mit der kurdischen Community in Pforzheim und verurteilt die aktuellen militärischen Angriffe auf die selbstverwaltete Region Rojava in Nordostsyrien. In Rojava steht ein seit Jahren aufgebautes System demokratischer Selbstverwaltung, in dem Frauenrechte, Mitbestimmung und die Gleichberechtigung verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen verwirklicht werden, aktuell vor der Vernichtung durch bewaffnete Milizen und staatliche Akteure. Diese Angriffe gefährden nicht nur die demokratischen Strukturen vor Ort, sondern auch das Leben von Millionen Menschen.
„Wir als Linke stehen eng an der Seite der kurdischen Community in Pforzheim und solidarisch mit allen Menschen, die für Demokratie, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung in Rojava einstehen", sagt Marvin Weiß, Stadtrat und Landtagskandidat der Linken. „Rojava ist ein Leuchtturm der Hoffnung in einer von Kriegen, Diktaturen und patriarchalen Strukturen geprägten Region - dieses Projekt zu verteidigen, bedeutet, für Menschenrechte und Frieden einzutreten."
Die Angriffe auf Rojava und die politische Unterstützung, die den Angriffen aus verschiedenen internationalen Akteuren zufließt, machen deutlich, wie dringend die internationale Öffentlichkeit handeln muss, um die Selbstverwaltung, aber insbesondere die Zivilbevölkerung zu schützen. Die internationale Solidarität darf nicht schweigen, wenn elementare kollektive Rechte missachtet und bedroht werden.
Die Linke Pforzheim Enzkreis ruft alle Demokratinnen, Initiativen und Bürgerinnen dazu auf, sich am Freitag, den 30.01.2026, ab 16 Uhr auf dem Waisenhausplatz in Pforzheim an der Rojava-Demonstration zu beteiligen, um ein deutliches Zeichen für Solidarität, Frieden und Selbstbestimmung zu setzen.
„Diese Demonstration ist ein Ausdruck unserer gemeinsamen Verantwortung, uns für Menschenrechte und gegen Gewalt und Unterdrückung auszusprechen", so Weiß weiter. „Wir müssen zeigen, dass wir zusammen stehen - lokal wie global.Für Frieden, Demokratie und Solidarität!"
P.S. Negativ für den ÖPNV und die Fahrgäste war die Sperrung u.a. der Leopoldstrasse am 23.01. 26, obwohl die Demo noch nicht gestartet war. Für die wartenden Fahrgäste "kein Vergnügen," da bleibt auch die Frage, ob die RVS zuvor Kenntnis davon hatten?
PM
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Linke fordert Reisewarnung für die USA
In den USA wüten die Schlägertrupps der ICE-Behörde, töten Menschen auf offener Straße und die Täter bleiben straffrei. Opfer kann jede und jeder werden. Das macht die Situation so gefährlich. Deshalb fordert Jan van Aken, Ko-Vorsitzender der Linken: „Die deutsche Bundesregierung muss jetzt eine klare Reisewarnung für die USA aussprechen. Mit ausdrücklichen Hinweisen, dass dort rassistische Gewalt und staatliche Willkür drohen", so van Aken auf der Pressekonferenz am Montag.
Zudem drängt van Aken auf ein Einreiseverbot für alle ICE-Beamten. Wer sich am Terror gegen Unschuldige beteiligt oder diesen organisiert, hat in der EU nichts zu suchen. „Die ICE-Beamten dürfen sich nicht frei auf deutschen und europäischen Straßen bewegen, wenn sie dort Terror ausüben", betonte van Aken und ergänzte: „So zeigen wir auch den Menschen in den USA, die gegen Trump und seine Methoden protestieren, dass sie nicht alleine sind."
Für Die Linke ist klar: Die Einwanderungsbehörde ICE ist eine inländische Terrororganisation. Sie entführt unbescholtene Menschen, sperrt sie ohne Rechtsgrundlage ein und geht mit großer Brutalität gegen Gegner vor. Genau das droht uns auch in Deutschland, wenn die AfD an die Macht kommt und ihre Remigrationspläne umsetzt. Dann droht uns auch hier offener Terror auf den Straßen.
Trumps brutale Schlägertruppe hat noch eine weitere Funktion, über die kaum jemand spricht. Im November stehen in den USA die Midterm-Wahlen für den Kongress an. Momentan sagen die Umfragen eine Wahlniederlage für Trumps Republikaner voraus. Sie könnten ihre Mehrheit verlieren.In den Straßen von Minneapolis und anderen US-Städten werden gewaltbereite Milizen in die Straßen geschickt, um Terror auszuüben. Deshalb warnt Jan van Aken mit Blick auf ICE das sei "Teil des Versuchs, die Midterm-Elections abzusagen oder zu beeinflussen", so van Aken. Tatsächlich hat erst letzte Woche damit gedroht, dass er die Ergebnisse der Midterms nicht anerkennen könnte, wenn er sie verliert.
PM/Die Linke
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VCD fordert zum Verkehrsgerichtstag: Neue Promillegrenze für Radfahrende und Radverkehr als Ganzes sicherer machen
Auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar wird u.a. über mögliche Gefahren durch alkoholisierte Rad- und Pedelecfahrende diskutiert. Der ökologische Verkehrsclub VCD spricht sich für die Einführung einer 1,1-Promillegrenze für Radfahrende aus, betont aber aber zugleich: Entscheidend für mehr Sicherheit sind bessere Radwegenetze und ein konsequentes Alkoholverbot für Autofahrende.
Goslar, 28. Januar 2026. Beim diesjährigen Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar befasst sich ein Arbeitskreis mit den Risiken durch alkoholisierte Fahrende von Fahrrädern, Pedelecs und E-Scootern. Für Radfahrende liegt die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit bislang bei 1,6 Promille – obwohl wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Fahrtüchtigkeit bereits ab etwa 0,8 Promille deutlich nachlässt. 83 Prozent der alkoholisierten Radfahrenden, die verunglücken, hatten mindestens 1,1 Promille im Blut. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht hier Handlungsbedarf und unterstützt die Einführung eines Bußgeldtatbestands ab 1,1 Promille für Radfahrende.
Gleichzeitig warnt der Verband davor, den Blick allein auf den Radverkehr zu richten. „Die größte Gefahr für Radfahrende geht nach wie vor vom Autoverkehr aus“, betont Harald Walsberg, Verkehrssicherheitsexperte und VCD-Vertreter auf dem Verkehrsgerichtstag. In über 75 Prozent der Fälle tragen Autofahrende die Hauptschuld an Unfällen mit Fahrradbeteiligung – etwa durch Fehler beim Abbiegen, unachtsames Öffnen der Autotüren („Dooring“), Wenden, Missachten der Vorfahrt oder fehlenden Sicherheitsabstand beim Überholen.
Um die Zahl der Verkehrstoten dauerhaft zu senken, fordert der VCD deshalb den zügigen Ausbau sicherer, komfortabler und durchgehender Radwegenetze sowie die Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Diese Maßnahmen sind zentral, um die Vision Zero – Null Verkehrstote – zu erreichen.
Darüber hinaus setzt sich der VCD für die Einführung einer bundesweiten 0,0-Promille-Regelung für alle Kraftfahrzeuge ein. Der bestehende Grenzwert von 0,5 Promille als Ordnungswidrigkeit im motorisierten Verkehr reicht nicht aus, um Unfälle wirksam zu verhindern. Studien zeigen, dass das Unfallrisiko schon ab 0,2 Promille messbar steigt. Für Fahranfänger*innen gilt ein absolutes Alkoholverbot am Steuer bereits heute.
„Die wenigsten Menschen können realistisch einschätzen, wann sie eine bestimmte Promillegrenze überschreiten“, so Harald Walsberg. „Denn der Blutalkoholwert hängt von zahlreichen Faktoren ab, etwa vom Körpergewicht, vom Alter oder von der vorherigen Nahrungsaufnahme. Eine 0,0-Promille-Regelung schafft Klarheit und kann Leben retten.“
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Rückblick 24.01.26: Workshop Haustürwahlkampf und Green Kitchen Party im Grünen Büro

Oben: Dr Zoe Mayer (Foto: B90/Die Grünen)
Samstag war ein motivierender Tag in Pforzheim: Unsere Zweitkandidatin im Enzkreis, Christin Grüne, leitete einen inspirierenden Haustürwahlkampf-Workshop. Gemeinsam mit unserem Kandidaten für Pforzheim, Simon Schwarz, sowie Teilnehmenden aus Pforzheim und dem gesamten Enzkreis waren wir anschließend in der Stadt unterwegs. Die zuvor vermittelten Inhalte wurden direkt umgesetzt: Wir klingelten an Haustüren, führten viele gute und konstruktive Gespräche und verteilten Informationsflyer.
Am Abend besuchte uns Dr. Zoe Mayer, Grünen-Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe. Gemeinsam mit ihr veranstalteten wir die „Green Kitchen Party“, ein grünes Schlemmer-Buffet mit mitgebrachten Speisen, das eindrucksvoll zeigte, wie abwechslungsreich und genussvoll gesunde, grüne Küche sein kann. Ob Spinatquiche, Smoothies, Focaccia oder Pannacotta – alles vegetarisch oder vegan und vor allem grün. Ein Vortrag von Zoe Mayer über den aktuellen Stand der Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik rundete den Abend ab. So viel sei gesagt: den Grünen wird zu diesen Themen in der Opposition auf jeden Fall nicht langweilig!
Ein rundum gelungener Tag, der unsere politische Arbeit in der gesamten Region weiter voranbringt.
PM
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Gute Nachrichten für viele Kund:innen der Allianz: Das Urteil des Bundesgerichtshofs wegen der einseitigen Kürzung des Rentenfaktors dürfte sich bald in aktualisierten Standmitteilungen sowie auf dem Konto der Betroffenen bemerkbar machen: Wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erfahren hat, wird die Allianz den Rentenfaktor in betroffenen Verträgen auf den anfänglich vertraglich vereinbarten Wert nach oben korrigieren. Wie andere Versicherer mit dem Urteil umgehen, ist noch unklar. Die Verbraucherzentrale ruft Betroffene auf sich zu melden und wird sie weiter unterstützen.
Die Rechtsdurchsetzung der Verbraucherzentrale wirkt: Das zeigen erste Rückmeldungen von Verbraucher:innen nach der erfolgreichen Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Allianz. Nachdem der Bundesgerichtshof die Klausel zur Kürzung des Rentenfaktors wegen unangemessener Benachteiligung für unwirksam erklärt hatte (Az. IV ZR 34/25), berichteten erste Versicherte der Verbraucherzentrale, dass die Allianz den Rentenfaktor in ihrem Vertrag wieder auf den vertraglich vereinbarten Wert erhöht hat.
Auf Nachfrage bestätigte die Allianz das Vorgehen und kündigte an, bei sämtlichen Rentenversicherungen, welche die angegriffene Klausel oder eine inhaltsgleiche Klausel in ihren Allgemeinen Versicherungsbedingungen haben, die in der Vergangenheit vorgenommenen Rentenfaktorabsenkungen rückgängig zu machen und die Rentenfaktoren und Rentenleistungen in allen betroffenen Verträgen anzupassen. „Es freut uns sehr, dass wir vielen Versicherten zu ihrem Recht verholfen haben und dass sie nun wieder den alten, oft um ein Drittel höheren Rentenfaktor erhalten sollen“, sagt Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, „wir werden nun beobachten, ob die Allianz ihre Zusage umsetzt“.
Ziehen andere Versicherer nach?
Die Verbraucherzentrale prüft außerdem, wie sich andere Versicherer, die ähnliche Klauseln zur Kürzung des Rentenfaktors verwenden, verhalten. „Wer von einer Kürzung des Rentenfaktors betroffen ist, kann uns gerne seinen Fall zur Verfügung stellen“, so Nauhauser.
Neben der Allianz gibt es noch viele weitere Versicherer und Verträge mit ähnlichen sowie abweichenden Klauseln zur Herabsetzung des Rentenfaktors. In welchen Fällen das BGH-Urteil direkt anwendbar ist und in welchen Fällen erst weitere Gerichtsentscheidungen notwendig sein werden, bleibt abzuwarten.
Grundsätzlich müssen entsprechende Klauseln das vom BGH geforderte Äquivalenzgebot einhalten: Kriterien, die den Versicherer zur Herabsetzung berechtigen sollen, müssen ihn spiegelbildlich auch zur Heraufsetzung verpflichten. Ferner müssen Klauseln generell transparent, also verständlich formuliert sein. Betroffen können grundsätzlich alle fondsgebundenen Rentenversicherungen sein. Darunter sind Riester- und Rürupverträge, Verträge zur betrieblichen Altersversorgung sowie ungeförderte fondsgebundene Rentenversicherungen, bei denen jeweils der Rentenfaktor gekürzt wurde.
Betroffene gesucht
Um ein umfassendes Bild zu bekommen, bittet die Verbraucherzentrale um Rückmeldung von Verbraucher:innen, deren Rentenfaktor gekürzt wurde – unabhängig davon, bei welchem Unternehmen der Vertrag abgeschlossen wurde oder auf welcher Grundlage die Kürzung erfolgte. Dafür stellt die Verbraucherzentrale ein Formular auf ihrer Internetseite bereit: www.vz-bw.de/node/116609
PM
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Einladung: „Letzte Wahl? Altersarmut stoppen!“ – Veranstaltung des Bündnisses gegen Altersarmut am 30. Januar
Altersarmut ist das Ergebnis politischer Fehlentwicklungen in Renten- Arbeitsmarkt , Wohnungs- und Sozialpolitik. Wie lässt sie sich wirksam verhindern? Was braucht Baden-Württemberg für gute Pflege, bezahlbaren Wohnraum und eine starke soziale Infrastruktur?
Kurz vor der Landtagswahl am 8. März 2026 lädt das Bündnis gegen Altersarmut – ein Zusammenschluss von über 45 Verbänden, Gewerkschaften und Organisationen – am 30. Januar 2026 zu einem offenen Austausch ein. Gemeinsam mit Politik, Fachleuten und Betroffenen wird diskutiert, welche Schritte das Land jetzt gehen muss, um Altersarmut einzudämmen.
In kompakten Impulsen beleuchten Sprecherinnen und Sprecher des Bündnisses zentrale Themen wie Gesundheit und Armut, Pflege in der Krise, Prävention und bezahlbares Wohnen. Anschließend diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus der Landespolitik und Betroffene darüber, welche konkreten Maßnahmen Baden-Württemberg braucht.
Mit dabei sind u. a. Oliver Hildenbrand (Grüne), Ayla Cataltepe (CDU), Andreas Kenner und Hanna Binder (SPD), Rudi Fischer (FDP) sowie Amelie Vollmer und Kim Sophie Bohnen (Die Linke).
Für das Bündnis nehmen Ulf Hartmann (Vorstand Der Paritätische BW), Hans-Josef Hotz (Vorsitzender VdK BW), Oberkirchenrätin Prof. Dr. Annette Noller (Diakonie Württemberg), Maike Schollenberger (ver.di Landesbezirksleiterin) teil.
Wir laden herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen und im Vorfeld darüber zu berichten.
„Letzte Wahl? Altersarmut stoppen!“
30.01.2026, 11:00–14:00 Uhr
futurum Stuttgart – Zukunftszentrum der Diakonie Württemberg
Infos & Programm: https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/640426.html
Zitate für Vorberichterstattung:
„Altersarmut ist ein Armutszeugnis für ein reiches Bundesland wie Baden-Württemberg. Sie ist kein individuelles Versagen, sondern Folge struktureller Ungleichheiten. Die Auswirkungen sind gravierend: Den Betroffenen droht neben gesundheitlichen Risiken und eingeschränkter Mobilität vor allem der Verlust gesellschaftlicher Teilhabe. Steigende Mieten sind dabei der größte Armutstreiber. Auch in Baden-Württemberg steigen die Mieten aufgrund des Wohnungsmangels deutlich schneller als die Renten. Bundesweit ist fast jede dritte Person über 65 Jahre von Wohnarmut betroffen. Wohnen darf nicht zu Altersarmut führen. Das Land muss daher den Wohnungsbau effektiv fördern und gleichzeitig Angebote zur Daseinsvorsorge und gesellschaftlicher Teilhabe stärken. Bezahlbares, sicheres und barrierearmes Wohnen ist zentral für ein würdevolles Leben im Alter“, betont Ulf Hartmann, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg.
Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Der Weg in die Altersarmut beginnt bereits in jüngeren Jahren. Niedrige Löhne, fehlende Betreuungsplätze für Kinder, aber auch individuelle Schicksale wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder eine Scheidung können Menschen, meistens Frauen, in diese prekäre Sackgasse führen. Wir brauchen deshalb Antworten, die vor dem Renteneintritt greifen.
PM
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Klimaliste Baden-Württemberg tritt zur Landtagswahl 2026 an ...
23 Kandidierende auf der Landesliste
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Der Landeswahlausschuss von Baden-Württemberg hat die Klimaliste
Baden-Württemberg offiziell zur Landtagswahl am achten März 2026 zugelassen. Damit tritt der
Landesverband der Klimaliste Deutschland als neue politische Kraft mit dem Ziel an, eine
konsequente, wissenschaftlich basierte und sozial gerechte Klimaschutzpolitik im Landesparlament
zu vertreten.
Als Spitzenkandidat führt Lukas Krasnogor aus Mannheim die Landesliste an. Der Ingenieurstudent
und langjährige Klimaaktivist engagiert sich seit 2020 in der Klimaliste Baden-Württemberg und setzt
sich für eine wissenschaftsgeleitete Politik mit Schwerpunkten in Energieeffizienz und Bildung ein.
„Wir brauchen im Landtag eine Stimme, die Klimaschutz konsequent in den Mittelpunkt stellt" führt
Krasnogor aus. „Baden-Württemberg hat als Technologiestandort eine besondere Verantwortung
und zugleich die Chance, beim ökologischen Wandel eine Vorreiterrolle einzunehmen".
Die Klimaliste Baden-Württemberg setzt mit der paritätisch besetzten Landesliste ein deutliches
Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit in der Politik. Auf der Landesliste sind einige bekannte Namen
zu finden, wie Stadträt:innen aus Mannheim, Tübingen, Stuttgart und Ulm mit mehrjähriger
Erfahrung.
„Unsere Erfolge auf kommunaler Ebene zeigen, dass mutiger Klimaschutz vor Ort funktioniert. Jetzt
wollen wir diese Erfahrungen auch auf Landesebene einbringen", betont Annemarie Brückner, Ulmer
Stadträtin und Kandidatin auf Listenplatz vier.
„Die Klimakrise erfordert zukunftsorientiertes politisches Handeln, ob in der Verkehrspolitik, in der
Energiepolitik oder in der Bauplanung. Wir haben die Lösungen, wir müssen sie jetzt umsetzen", so
Matthias Feurer, Tübinger Stadtrat auf Listenplatz 14 . Als Kommunalpolitiker erlebe er täglich,
welche Rahmenbedingungen nötig sind, um vor Ort wirksamen Klimaschutz umzusetzen. „Es ist Zeit,
dass diese Perspektive direkt im Landtag vertreten wird", erklärt er.
Die Partei tritt mit dem Motto „Klimagerechtigkeit in den Landtag" an und möchte eine konsequente
Klimaschutzpolitik im baden-württembergischen Landtag vertreten. Dabei orientiert sie sich an
wissenschaftlichen Klimazielen und setzt auf soziale Gerechtigkeit und generationenübergreifende
Verantwortung.
Über die Klimaliste:
Die Klimaliste Baden-Württemberg wurde 2020 gegründet und ist seit 2022 Landesverband
der Bundespartei Klimaliste Deutschland. Sie steht für Wissenschaftlichkeit und
Klimagerechtigkeit und die Einhaltung der Pariser Klimaziele.
Weitere Informationen:
www.klimaliste-bw.de/kandidierende
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Leserbrief zum neuen Spitzenkandiaten der CDU für die Landtagswahlen 2026
Der Spitzenkandidat der CDU, Hagel, ist ein bloßer Opportunist.
In Gegenwart eines Lehrers, Andreas Renner, hat er sich nicht getraut den Berufsstand so anzugehen wie zuletzt.
Vor kurzem hat er noch die Lebens und Arbeitsleistung der Lehrer angezweifelt , 2man müssen diese mehr überprüfen"...
Somit ist der Rest seiner Ankündigung auch heiße Luft.
Wer hat soviel Geld , das passt zu den sonstigen Ankündigungen, die Lehrer verwaltungstechnisch zu entlasten, wer soll das bezahlen?
Bei Hagel handelt es sich um den gleichen finanziellen Hasadeur wie bei Renner. Der hat bei den Haushaltsberatungen allen alles versprochen, wobei wohl nicht einmal das Bad zustande kommt. Nicht einmal der Abriss des Emma-Jaeger-Bades wurde geschafft.
Außerdem hat außer bei der Polizei und der Schule kein Land ein Mitspracherecht, denn nur diese Bereiche sind Länderhoheit.
Was das Schulsystem angeht, das nun sechsgliedrig ist, da hatte die CDU acht Jahre Zeit am Gemeinschaftsschulwesen, der "Waldorfschule für Arme", etwas zu ändern.
Es ist nichts passiert. Die Schüler unterrichten sich selbst, schreiben ihre " Kontrollen" wie die Arbeiten dort heißen, wann sie wollen, bekommen keine Noten, lediglich Beurteilungen.
Sieht so die Leistung der CDU auf diesem Gebiet aus?
An ihren Taten sollt ihr sie erkennen und die zeigen vor allem in dem Bereich gegen die CDU.
Also nichts als heiße Luft?
Markus Speer
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Trumps Entführung von Maduro und sein Eingreifen in Venezuela ist eine Einladung für China in Taiwan einzumarschieren.
Der US-Angriff auf Venezuela hinterlässt einen gewaltigen Kollateralschaden in der Welt, man könnte das auch als Anarchie bezeichnen. In Venezuela herrschte zwar eine sozialistische Diktatur, trotzdem liefert diese Tatsache keinen Grund für eine fremde Macht, ein Land zu überfallen und den Präsidenten zu entführen.
Der Angriff der USA auf Venezuela stellt einen Bruch des Völkerrechts dar. Die Vorstellung einer regelbasierten Weltordnung hat sich als Illusion erwiesen, zumal sich die USA überhaupt nicht an die gängigen Regeln halten.
Sie handeln unter Trump wie eine imperialistische Großmacht des 19. Jahrhunderts.
Das nationale Interesse und das Recht des Stärkeren steht über allem.
Das gilt vor allem für Lateinamerika. Die sogenannte Monroe-Doktrin, so nannte man den US Imperialismus damals, aus dem Jahr 1823 war der erste Versuch der aufstrebenden USA, die Welt in Sphären zu teilen. Die damals junge Nation wollte mitbestimmen, wer im erklärten Einflussgebiet regiert und wer nicht. Auch nach der Erweiterung des amerikanischen Interessengebiets auf die gesamte Welt, haben die USA immer wieder in die Geschicke der Länder des Kontinents eingegriffen.
So in Kuba, Nicaragua und Panama.(Grönland nicht zu vergessen, als NATO-Staat ja bei Dänemark angesiedelt)
Damals herrschte der Kalte Krieg, jeder griff da ein, wo er seine Ordnung bedroht sah. So auch die UdSSR in Afghanistan, mit mehr oder weniger Erfolg.
Heute herrschen wiederum andere Verhältnisse.
So kann Chinas Staatschef Xi Jinping die Intervention der USA in Venezuela gar nicht anders interpretieren als einen Freibrief für die militärisch mächtigen Nationen. Wenn die USA sich solche Aktionen erlauben, warum sollte China dann vor einem Angriff auf Taiwan zurückschrecken? Warum sollte Russland damit aufhören, seinen Einfluss militärisch auszuweiten?
Der weltweite Schaden ist gewaltig, auch für die Institution Uno und den Weltsicherheitsrat.
Wer hört denn noch auf die Mahnungen der westlichen Demokratien, wenn es so vorgemacht wird?
Greift Trump auch noch bald in Kolumbien und dem Iran ein , wenn er seine wirtschaftlichen Interessen bedroht fühlt?
Das kann leicht zu einem Flächenbrand führen.
Die Meinungsfreiheit ist zudem ja, laut Vance, auch in Europa bedroht.
Auf jeden Fall stellt das ganze die schon genannte Anarchie dar und mit westlichen Werten hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Trump gehört auf die Anklagebank nach Den Haag, nichts mehr und nichts weniger.
Markus Speer
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Kritischer Leserbrief zum Silvester-Feuerwerk:
Ist das noch, was wir wollen ,das ganze anarchische Theater an Silvester mit dem Feuerwerk als Spitze des Ganzen - hier meine Antwort und die lautet eingeschränkt nein.
Jedes Jahr eskaliert die Silvesternacht in unseren Städten aufs Neue: Notaufnahmen stoßen an ihre Grenzen, weil Menschen mit schwersten Verbrennungen, Hörschäden oder Augenverletzungen eingeliefert werden. Einsatzkräfte werden massiv behindert oder sogar angegriffen, während auf unseren Straßen Chaos und Anarchie herrscht – durch dichten Rauch, explodierende Böller und vor allem Brände. Die öffentliche Ordnung wird dabei vielerorts vollständig untergraben.
Das lässt natürlich am Sinn des Ganzen zweifeln.
Natürlich war lediglich durch die Präsenz der Polizei sowohl in Berlin wie in Pforzheim wenig an Tumulten geboten.
Das kann natürlich nicht sein.
Dazu kommt der ganze Dreck und Müll ,der am Neujahrstag pressewirksam durch Migranten weggeräumt wird.
Was natürlich in jeder Zeitung in ganz Deutschland steht und am Wahrheitsgehalt zweifeln lässt.
Zumal die gezeigten Utensilien wie aus dem Baumarkt gestellt wirken.
Ich sage eingeschränkt nein, denn natürlich muss man sich von einem "Pöbel" nicht den Spaß verbieten lassen , andererseits wenn 75 % der Bevölkerung das Feuerwerk ablehnt, kann man stehts auch die Mehrheit zu Wort kommen lassen.
Doch die kauft nichts und dazu werden die übrigen 25 % auch nicht gezwungen.
Es war auf jeden Fall erstaunlich, dass in den Märkten im Umland noch kurz vor Ladenschluss Feuerwerk zu kaufen war, ganz im Gegensatz zu den Vorjahren.
Man lässt gerne das Volk abstimmen bzw. die Gemeinden ,zumal sich der Bund und die Länder sich nicht einigen können.
Oder nicht wollen, oder gar Brot und Spiele regieren ?
Ich auf jeden Fall habe gerne verzichtet, auch der Umwelt und dem Getier zu liebe ,an das sie gar nicht gedacht haben.
Soll man nun oder nicht? Regional auf jeden Fall.
Markus Speer
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Red. Zusatz:
Viele Verletzte, auch Tote bei uns an Silvester, zudem die Tragödie in der Schweiz mit vierzig Toten und vielen Verletzten in einem Skiort durch unbeaufsichtigtes Feuerwerk im Keller eines Lokals, wo offenbar auch ein Fluchttreppe nicht voll zugänglich war, offenbar auch keine Aufsicht im Lokal und ausserhalb (Brandschutzüberwachung , etc.) vorhanden war, sind Warnzeichen für uns alle. Besser wäre es auch in Pforzheim , wenn die Stadt z.B ein Böllerverbot erlassen würde. Stattdessen könnte man z.B. an einem sicheren Platz in der City ein stilles Feuerwerk wie z.B. eine Lasershow mit Musik und Bewirtung veranstalten, wo viele sich treffen können, als grosses Fest für die zivile Stadtgesellschaft. Das ist besser auch für die Ruhe in der Stadt als anarchishes tagelanges Herumballern, lange noch nach dem Silvesterabend, wie es z.B. in der Nordstadt leider nächtens zu hören war..


Unterstützung für Menschen in Abschiebehaft Baden-Württemberg

Demo in Pforzheim für Menschen in Abschiebehaft am 31.12. 2025 (Foto:ron)
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir hoffen, Sie konnten die Weihnachtstage gut verbringen. Während viele Menschen in den vergangenen Weihnachtstagen Zeit mit ihren Familien genießen konnten, verbringen andere diese Tage hinter den Gittern der Abschiebehaft in Pforzheim - obwohl sie keine Straftat begangen haben.
Als Abschiebehaftsupport Baden-Württemberg begleiten wir diese Menschen. Wir sind eine neu gegründete, ehrenamtliche Initiative und unterstützen Inhaftierte dabei, ihre Haft rechtlich überprüfen zu lassen. Als sogenannte Personen des Vertrauens informieren wir über Rechte, prüfen Haftbeschlüsse und legen gegebenenfalls Rechtsmittel ein. Unser Ziel ist, dass jede Person Zugang zu einem fairen Verfahren hat.
In Deutschland werden Menschen inhaftiert, ohne eine Straftat begangen zu haben. Allein um ihre Abschiebung zu sichern. Die Haft kann Monate dauern, teils über ein Jahr, und bedeutet für viele extreme psychische Belastung. Besonders erschütternd: Die Arbeit vergleichbarer Gruppen in Deutschland zeigt, dass etwa die Hälfte aller Haftentscheidungen rechtswidrig sind.
Unsere Arbeit erfolgt vollständig ehrenamtlich - dennoch entstehen Kosten, unter anderem für Gerichtsgebühren, rechtliche Fortbildungen, Fahrtkosten und Informationsmaterialien. Um diese begleiten zu können, haben wir eine Spendenkampagne gestartet, für die wir in diesem Jahr gezielt Unterstützung von Institutionen, Unternehmen und Einzelpersonen anfragen.
Spendenkampagne: https://www.goodcrowd.org/abschiebehaftsupport-bw
Website: https://abschiebehaftsupport-bw.de
Instagram: https://www.instagram.com/abschiebehaftsupportbw/
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen oder bei der Verbreitung unserer Kampagne und unserer Arbeit mithelfen könnten. Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, können Sie auch gerne direkt an folgendes Konto, das der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg für uns verwaltet, mit dem Verwendungszweck "Abschiebehaftsupport BW" spenden:
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e.V.
GLS Bank,
BLZ 430 609 67
Kto. Nr. 70 07 11 89 01
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PM
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Kritischer Leserbrief zur Gleichberechtigung in Deutschland...
Wir haben doch eigentlich Gleichberechtigung, oder etwa doch nicht?
Können sich die einen die Rosinen aus dem Kuchen picken oder etwa nicht?
Anschließend gilt das bei den Bescheinigung zum neuen Wehrdienst, die zu Beginn des neuen Jahres verschickt werden .
Frauen dürfen, müssen den Bogen aber nicht ausfüllen. Der Dienst an der Waffe ist Ihnen sowieso laut Verfassung verboten.
Warum eigentlich? Klar, Adolf Hitler macht noch teilweise die Gesetze. Bei ihm waren Frauen an der Flak oder als Meldegänger bzw.als Sanitäter usw. direkt an der Front bzw. "natürlich bewaffnet." Ein Frauenbatalion direkt vor der Aufstellung, der " Endsieg" kam dazwischen.
Eine Chance "wurde mal wieder verpasst," die folgende Vorteile zu bieten gehabt hätte.
Frauen würden an eine Männerdomäne herangeführt. Das nur noch 16 % der Bewerber Frauen wären,das sich lediglich 8 % eine Karriere bei der Armee vorstellen könnte,wären Gedanken als Relikte der Vergangenheit.
Die kritische Distanz zur Bundeswehr würde dazu der Vergangenheit angehören.
Die Bundeswehr muss natürlich auch mit ihren Pfründen werben, dem Zeitgeist Tribut zollen, Studiengänge anbieten,die speziell auf weibliche Bewerber zugeschnitten sind,also auch im medizinischen Bereich.
Es gibt noch weitere Vorteile, die Anzahl der aktiven Soldaten könnte schneller auf die anvisierten 260 000 Soldaten ansteigen. Dazu kann man aus einem größeren Pool schöpfen. Die Besten werden ausgewählt, wie es schon in den skandinavischen Staaten vorexerziert wird, das bringt zusätzlich Vorteile in der Zeit nach dem Dienst mit sich.
Die Vorteile liegen auch bei dem Selbstbild der Frauen selbst.
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Kritischer Leserbrief zur aktuellen Situation in der AfD-Jugend
Jugend soll durch Jugend geführt werden", so Baldur von Schirach, so der damalige Reichsjugendführer.
So will sich die " Generation Deutschland " verstanden wissen.
Dass dieser Satz natürlich niemals zuvor gesagt wurde, das wusste Weidel natürlich am besten.
Genau sowenig wie " Alles für Deutschland " und ähnliche Latrinenparaolen der neuen Hitlerjugend,eben jetzt halt " Generationen Deutschland " genannt.
Das rein zufällig diese Gruppierung den Wolf im Eichenlaubkranz hat ist nun mal zufällig.
Der Wolf steht natürlich überhaupt nicht für Adolf und das Eichenlaub gar nicht für ein " Ehrenabzeichen " der hitlerischen Mörderbande, auch verharmlosend Wehrmacht genannt.
Doch nun zu den neuen Köpfen der neuen Hitler oder Höckejugend, die die Nachfolge von Schirach und Axmann angetreten haben.
Diese heißen Gehrckens, Dorow, Heiße, Lorenz und Busch u.v.m.
Solche sind schon einmal aus dem braunen Sumpf herausgegeben.
Die erste fordert massenhafte Reimigration und den Kampf gegen den " geisteskranken und bösartigen Feminismus" ,verherrlicht gar die drei K's und das ehemalige Familienbild der NSDAP. Heise vertreibt " Sonnenscheiben", also Zeichen die u.a.im Dritten Reich in waren in seinem Versandhandel. Das dort natürlich auch Werbeposter der Waffen SS vertrieben werden, samt CD's mit einschlägigen Reden wie z. B " Wer wollte den Krieg" vom 30.10.1940 versteht sich von selbst.
Lorenz lief schon mal gerne hinter der Flagge der Neonazis aus dem berüchtigten Wartburgkreis hinterher und hob pflichtschuldig den rechten Arm.
Busch war vor kurzem noch in der " Bruderschaft Deutschland" aktiv, die als Bürgerwehr auftrat und an das Gebahren der SA als Hilfspolizei von 1933 erinnerte..
Das dieser Gruppe der Blut und Bodenideologie der SS nahe steht, ist selbsterklärend.
Neben diesen Gestalten gibt es noch viele andere.
Somit steht die Jugend den Alten in nichts nach.
Die nationalsozialistische Weltanschauung, die von Höcke, beruht in ihrem Kern auf der Ungleichwertigkeit der Menschen, welche schlussendlich zum Holocaust führte. Bei den Nazis herrschte ein rassisches und biologistisches Denken, das laut Suppanz klar "rechts zu verorten ist". Im Gegensatz dazu verfolgten linke Ideologien wie Sozialismus und Kommunismus ein Gleichheitsideal, das Unterscheidet wiederum die " Generation Deutschland " und die AfD von den " Linken " und " Jusos".
" An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen ", lautet ein vielzitierter Spruch von dem heimlichen Idol vieler rechtsradikaler Gefolgsleute von Weidel, Höcke und Co.
" Doch diese zeigen auf sie", wie der Spruch weiter geht.
Es gibt somit keine Alternative zur Alternative, die nicht undemokratisch geprägt ist.
Zumal zu dieser Alternative auch noch die Geschichtsvergessenheit dazu kommt.
Besonders hervorgehoben sei dabei der Spruch, dass " Hitler Kommunist " gewesen sei und dass sich jetzt wieder das ergeben könnte, wenn man diesem Zitat glauben darf...,dass wir
"jetzt so viele Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen würde.“ – Chatprotokoll Marcel Grauf
Auch so einervon der "Generation Deutschland".
Das sagt alles und Weidel und Konsorten widersprechen nicht.
Markus Speer
Quellen dazu :
Urteil zur Wochenzeitung „Kontext“: „Kontext“ darf wieder berichten | taz.de
https://www.gutefrage.net/diskussion/immerhin-haben-wir-jetzt-so-viele-auslaender-im-land-dass-sich-ein-holocaust-mal-wieder-lohnen-wuerde--chatprotokoll-marcel-grauf
https://correctiv.org/faktencheck/politik/2020/02/05/die-meisten-dieser-zitate-stammen-von-afd-politikern-einige-sind-aber-unbelegt/
https://www.deutschlandfunk.de/prozess-um-rassistische-chats-ein-sieg-fuer-die-100.html
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Der Grundschulübergang in Baden-Württemberg bleibt ein Problem
Natürlich stimmen die Noten. Die Empfehlungen wurden lediglich durch Grundschullehrkräfte aus Gefälligkeit ausgestellt, um eventuellem Ärger mit Eltern ,der Schulleitung und Anwälten aus dem Weg zu gehen.
Seit 2010 und spätestens seit 2015 ist sowieso alles im Argen. Damals wurde durch Grün Rot die verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft und vor der Abwahl der SPD das Sitzenbleiben zwischen Klasse 5 und 6 verboten. Somit das Leistungsprinzip ausgeklammert.
Dafür das Aussieben auf die Gymnasien verlagert. 2011 hatte das Theodor Heuss elf 5. Klassen, nach zwei Jahren nur noch fünf. Die Schüler ,die es nicht schafften,wurden als gefühlte Versager zur Hauptschule durchgereicht oder in Realschulen geparkt,die es nicht fertig brachten,weiter auszusieben.
Somit bestimmten die typischen Haupt und Sonderschüler das Tempo,was das Niveau noch weiter absinken ließ. Vorbildlich für Pforzheim ist die Otterstein Realschule,die sich die Zeugnisse der Übergänger zeigen ließ und konsequent Schüler in die Hauptschule daneben verwies.
Dazu kamen noch Experimente wie eine Schulsystem das Werkrealschulen und Gemeinschaftsschulen erfand. Dort gabe es kein Sitzenbleiben und keine Noten,sondern seitenlange Beurteilung, die sich kein Arbeitgeber durchlaß.
Ob einer richtig ausschneiden kann oder nicht ,ist wohl kaum von Interesse. Ich selbst habe mir mal die Mühe gemacht solche Schriftstücke mir durchzulesen.
Auf jeden Fall ist unser Schulsystem seither fünfgliedrig und vom Niveau bodenlos.
Jetzt wird auf jeden Fall der schwarze Peter wieder den Gymnasien aufgedrückt,die Initiative des Realschullehrerverbandes nach einer ähnlichen Regelung für die Mittelstufe ist schließlich gescheitert,auch an den Lehrkräften dort selbst,an den Teilzeitkräften,dem nächsten Problem bei unserm Schulsystem.
Vielleicht sollte man darüber nachdenken, den Schulen es zu überlassen, Aufnahmetests schreiben zu lassen, dann hat man das Problem gelöst.
Ich selbst musste Abschlussprüfung machen und kam auf die Hauptschule, die allerdings damals das Niveau der heutigen Realschule hatte.
Über eine Lehre ,die einiges bei mir zurecht gerückt hat,machte ich anschließend den zweiten Bildungsweg in fünf Jahren Fritz Erler.
Vielleicht muss die Elternschaft ihrem Nachwuchs auch mal diese Gelegenheit bieten,auch wenn manche von denen es selbst nicht geschafft haben und ihr Scheitern auf die kleinen Einsteins übertragen wollen.
Ich bin schließlich als Akademiker, gelernter Handwerker, Ausbilder und Pfleger ganz gut durchs Leben gekommen, bis mich eine schwere Erkrankung gestoppt hat.
Vielleicht sind diese Zeilen auch ein Vorbild für manche Nachahmer, die jetzt im Schulsystem als Abgehängte gelten.
Man soll auf jeden Fall die Hoffnung, egal wo auch immer nie aufgeben.
Markus Speer
Ehemalige Realschullehrer an einer Pforzheimer Schule
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Leserbrief zum innenpolitischen Umgang mit dem Ukrainekrieg
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WiP/Die LINKE lehnt den vorliegenden Haushaltsentwurf für die Jahre 2026/ 2027 ab.
„Nahezu alle von unserer Fraktion gestellten Anträge wurden abgelehnt, so zum Beispiel der Antrag auf ein kommunales Bauförderprogramm zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Anträge auf gezielte Investitionen im Sozialbereich, sowie das Vorziehen von wichtigen Schulsanierungen oder Neubauten fanden leider keinen Eingang in den Haushaltsplan.
Trotz der Zuweisungen des Zensus in Höhe von 100 Millionen Euro bis 2028 ist es für die Ratsmehrheit offenbar nicht denkbar, die zur Verfügung stehenden Mittel so einzuplanen, dass dabei alle Menschen in unserer Stadtgesellschaft Berücksichtigung finden. Wir werden keine Klientelpolitik unterstützen, die durch Fortschreibung der 2024/2025 gesenkten Gewerbe- und Grundsteuer-Hebesätze auf Millionen-Einkünfte für die Stadtkasse verzichtet. Andererseits möchte man nicht einmal Kleinbeträge für aussichtsreiche Sozialprojekte ausgeben und sowohl den Investitionen zum Klimaschutz als auch der Förderung des Radverkehrs wird keine Bedeutung zumessen" so der Tenor der Fraktion.
Mit freundlichen Grüßen
Stadträt*innen der Fraktion GRÜNE/WiP/Die LINKE
Felix Herkens Sunita Vimal Christof Weisenbacher Marvin Weiß
Bündnis90/Die Grünen Bündnis90/Die Grünen Wir in Pforzheim (WiP) Die LINKE
PM
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VCD-Aktion „Freie Gehwege“ beendet: Über 3.000 Gefahrenstellen durch Gehwegparken gemeldet – Kommunen müssen handeln

Foto oben : Ein PKW blockiert komplett den Gehweg in der Nordstadt nahe der Redtenbacherstrasse,
dort fast schon "Normalzustand"..

Ein Abschleppunternehmen entfernt einen auf dem Gehweg an der Blumenheckstrasse
geparkten PKW..

Ziemlich dreist blockiert hier ein roter PKW an der Lützowstrasse den Gehweg für Fussgänger...
(Auch hier wäre dringend auch nächtens Handlungsbedarf erwünscht..)
Diese Woche endete die Aktion „Freie Gehwege“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD: Bürgerinnen und Bürger waren bundesweit dazu aufgerufen, Gefahrenstellen zu melden, die durch regelmäßig auf Gehwegen parkende Autos entstehen. Insgesamt wurden über 3.000 Engstellen gemeldet, die auf einer Online-Karte einsehbar sind und nun an die Kommunen übermittelt werden. Die große Beteiligung zeigt deutlich: Gehwegparken ist bundesweit ein Problem, das die Kommunen endlich angehen müssen.
Berlin, 07. Dezember 2025. Der VCD wertet die große Beteiligung an seiner Aktion als vollen Erfolg. Die über 3.000 Einträge zeigten, wie verbreitet das Problem der zugeparkten Gehwege sei, sagt Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des Verbands. Er fordert die Kommunen zum Handeln auf: „Sie dürfen nicht zulassen, dass parkende Autos Gehwege so stark verengen, dass man insbesondere im Rollstuhl, mit Rollator oder Kinderwagen auf die Straße ausweichen muss.“
Dabei sind die Vorgaben des Straßenverkehrsrechts eindeutig: Auf Gehwegen darf nur geparkt werden, wenn der behinderungsfreie Begegnungsverkehr für alle gewährleistet ist. In den gemeldeten Fällen war dies jedoch nur selten der Fall.
Eine erste Auswertung der Ergebnisse zeigt: In rund 80 Prozent der Fälle parken Autos illegal auf dem Gehweg. Doch selbst dort, wo das Aufsetzen explizit erlaubt ist, stellt die geringe verbleibende Gehwegbreite ein erhebliches Hindernis für den Fußverkehr dar. Müller-Görnert: „Auf vielen der gemeldeten Gehwege sind Kinder zur Kita, Schule oder zu Freund*innen unterwegs. Sie verlieren durch die aufgesetzt parkenden Autos wichtige Spiel- und Aufenthaltsflächen – und werden zusätzlich gefährdet“.
Der VCD wird die Meldungen jetzt im Detail auswerten und die zuständigen Kommunen auffordern, die Situation vor Ort zu überprüfen und bestehende Gefahrenstellen zu beseitigen. „Es kann nicht sein, dass Städte Gehwegparken noch immer dulden und damit die Belange des Fußverkehrs ignorieren“, kritisiert Müller-Görnert. „Gehwege sind für Menschen da – nicht für Autos“.
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Transparency warnt vor den Gefahren durch Korruption für unsere Demokratie
9. Dezember ist Internationaler Antikorruptionstag
Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland nimmt den 9. Dezember zum Anlass, im Rahmen der Kampagne “Korruptionsbekämpfung stärken – Rechtspopulismus schwächen” einen grundlegenden gesellschaftlichen Kurswechsel zu fordern. Seit Jahren gewinnen rechtsextreme und populistische Positionen an Einfluss. Das Vertrauen in unsere Demokratie nimmt ab. Die Bundesregierung hat es bisher verpasst, Konzepte dagegen zu entwickeln. Zudem betreibt sie sogar noch Rückbau bei Korruptionsprävention – zum Beispiel mit Blick auf das Vergaberecht.
Alexandra Herzog, Vorstandsvorsitzende von Transparency International Deutschland, erklärt:
„Rechtsextreme und populistische Parteien behaupten, angebliche Eliten bereicherten sich durch Korruption. Wo diese Parteien zu Einfluss gelangen, werden sie selbst diesen Feindbildern erstaunlich ähnlich. Es ist beunruhigend, dass die Bundesregierung keine Strategie hat, mit der unsere demokratischen Institutionen besser geschützt werden können. Die Regulierung der Parteienfinanzierung in Deutschland ist nach wie vor völlig unzureichend, lässt immer noch illegitime Einflussnahme zu. Unkontrollierte Großspenden, zumal wenn sie aus dem Ausland kommen, sind besonders kritisch. Spenden an Parteien sind eine wichtige Finanzierungsquelle, sie müssen jedoch in vollem Umfang für die Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar gemacht werden.“
„Die Bundesregierung hat Vergabestandards aufgeweicht, obwohl beispielsweise die Maskenaffäre um Jens Spahn gezeigt hat, wie die Umgehung von Vergaberecht zu Milliardenverlusten von öffentlichem Geld führen kann. Gerade in Anbetracht der neuen Sondervermögen brauchen wir nicht weniger Kontrolle, sondern mehr. Sonst werden hier weitere Milliarden an öffentlichen Geldern versickern.“
„Deutschland sinkt im internationalen Korruptionswahrnehmungsindex kontinuierlich ab – zuletzt um drei Punkte auf Platz 15. Das ist ein alarmierendes Zeichen. Korruption schwächt Demokratie, sorgt für Vertrauensverluste und Politikverdrossenheit. Sie spielt antidemokratischen Kräften in die Hände und macht unsere Gesellschaft angreifbar für illegitime Einflussnahme von außen. Rückschritte in der Korruptionsprävention können wir uns überhaupt nicht leisten. Die Bundesregierung muss hier handeln, um unsere Demokratie zu schützen. Wir brauchen einen Kurswechsel.“
Transparency International Deutschland fordert:
Die Bundesregierung muss dringend die Parteienfinanzierung reformieren, einen Parteispendendeckel und ein weisungsunabhängiges Kontrollgremium schaffen
Die Vergaberechtsreform darf in der geplanten Form nicht umgesetzt werden. Die Anhebung der Schwellenwerte für Direktvergaben, die Verkürzung des vergaberechtlichen Rechtsschutzes und die Befreiung einzelner Sektoren vom Vergaberecht würden Korruption erleichtern
Das erste Urteil in der Aserbaidschan-Affäre hat die wachsende Bedrohung durch strategische Korruption aus dem autoritären Ausland deutlich gemacht. Es muss dringend eine Enquete-Kommission eingerichtet werden, die systematisch bestehende Schwächen im politischen System analysiert und Einfallstore für illegitime Einflussnahme schließt
PM
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Ver.di Aktion gegen Bedrohung der Pressefreiheit
Die Mitglieder des ver.di Landesbezirksvorstandes, des höchsten ehrenamtlichen Gremiums der Gewerkschaft in Baden-Württemberg, haben heute Mittag in Stuttgart mit einer Aktion auf die dramatische Bedrohung der Pressevielfalt in Baden-Württemberg aufmerksam gemacht.
Adressiert wurde dabei auch, dass der inzwischen mit Abstand größte Zeitungs-Konzern mit den meisten Titeln im Land, die Südwestpresse, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verschlechtern will und auch vor Drohungen gegenüber Streikenden nicht zurückschreckt.
Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Der Frontalangriff auf die baden-württembergischen Journalistinnen und Journalisten geht weiter. Jetzt sollen auch die Beschäftigten der Cannstatter, Eßlinger und Böblinger Zeitung in die ZGS ausgegliedert werden. Eine tariflose Tochter des Konzerns, bei der wir vor der Übernahme durch die Südwestpresse nach gut 20 Streiktagen einen unterschriftsreifen Tarifvertrag geeint hatten, der vom neuen Arbeitgeber ignoriert wird. Statt garantierten und noch anständigen Arbeitsbedingungen gibt es für immer mehr Kolleginnen und Kollegen im Journalismus schlechtere Bezahlung und vor der Teilnahme an Streiks unanständige Einschüchterungen. Während zeitgleich für Leserinnen und Leser die Pressevielfalt im Land immer mehr verschwindet. Wir stehen vor richtungsweisenden Tagen und Wahlen für unsere Demokratie. Wir können es uns nicht leisten, auf eine funktionierende vierte Gewalt zu verzichten. Qualitätspresse gibt es nur mit guten Arbeitsbedingungen. Wirtschaftlichen Erfolg gibt es für Zeitungen nur mit Qualität."
Auslöser des Konflikts sind die immer noch laufenden Firmentarifverhandlungen bei der ZGS GmbH. Nachdem die Gewerkschaften ver.di und DJV mit der Geschäftsführung der ZGS GmbH im Juli 2025 nach fast sechs Monaten Verhandlungen mit rund 20 Streiktagen zu einer Tarifeinigung gekommen waren, hat nach der Übernahme der Medienholding Süd durch die SWP/NPG Ulm die neue Geschäftsführung der ZGS GmbH diese Tarifeinigung abgelehnt. In erneuten Tarifverhandlungen, zuletzt am 13. November 2025, hat die Geschäftsführung ein Vergütungsmodell vorgelegt, dass aus Sicht der Gewerkschaften keine verlässlichen und dauerhaften Gehaltssteigerungen beinhaltet. Zudem ist die Geschäftsführung nicht bereit, von der 40-Stunden-Woche abzuweichen.
Anlass für den vorangegangenen Tarifkonflikt war die Tarifflucht des Arbeitgebers. Dazu hatte die Südwestdeutsche Medienholding SWMH eigens die nicht tarifgebundene ZGS gegründet und die Beschäftigten der Leonberger Kreiszeitung, der Kornwestheimer Zeitung, der Marbacher Zeitung und der Pressehaus Infotechnik sowie einen Teil der StZN-Belegschaft in die tariflose ZGS überführt. Neueinstellungen werden nur noch in dieser tarifflüchtigen Firma vorgenommen. Die Einkommensunterschiede zwischen tarifgebundenen und tariflosen Beschäftigten betragen selbst nach Berechnungen des Arbeitgebers bis zu 6.000 Euro im Jahr.
PM
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Umbau Pfälzerplatz abgeschlossen
Umbau Pfälzerplatz abgeschlossen
„Wohnzimmer der Nordstadt“ feierlich eingeweiht

Foto oben:
Oberbürgermeister Peter Boch und Nicole Razavi MdL,
Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg,
Foto: ron)
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Mit einem großen Festakt hat die Stadt Pforzheim am Montag, 8. Dezember, den neu gestalteten Pfälzerplatz in der Nordstadt offiziell eingeweiht. Neben Oberbürgermeister Peter Boch, Baubürgermeister Tobias Volle und Nicole Razavi MdL, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, nahmen auch Bundes- und Landtagsabgeordnete, Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an der Feier teil.
„Der neugestaltete Pfälzerplatz ist in vielerlei Hinsicht beispielhaft. Inmitten der Nordstadt ist ein multifunktionaler und klimaangepasster Quartiersplatz entstanden, der Raum für Begegnung und Austausch bietet und den Stadtteil nachhaltig beleben wird. Ich freue mich sehr, dass wir dieses Modellprojekt mit über 2,2 Millionen Euro aus unserem landeseigenen Investitionspakt unterstützen konnten“, sagte Ministerin Razavi. „Mit einem Gesamtvolumen von rund 3,6 Millionen Euro ist der Pfälzerplatz ein Leuchtturmprojekt mit landesweit beispielgebendem Charakter. Hier ist ein Ort entstanden, der aufzeigt, wie nachhaltige Stadtentwicklung, Klimaanpassung und soziale Teilhabe Hand in Hand gehen können“, betonte Oberbürgermeister Boch bei der Einweihung. Dank Fördermitteln aus dem Landesprogramm „Investitionspakt Baden-Württemberg Soziale Integration im Quartier“ (2,268 Mio. Euro) des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen sowie dem Modellprojekt „Smart City“ (300.000 Euro) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen beträgt die Förderquote rund 71,3 Prozent. Der städtische Eigenanteil liegt bei rund 1,03 Millionen Euro.
„Dass wir den Pfälzerplatz bereits mehrere Monate früher als geplant fertigstellen konnten, ist ein großartiger Erfolg für alle Beteiligten“, freut sich auch Baubürgermeister Tobias Volle. „Der Platz trägt dabei nicht nur erheblich zur städtebaulichen Aufwertung bei, er ist auch ein Symbol für die Zukunftsfähigkeit unserer Nordstadt.“ Das neue Areal umfasst rund 3.100 Quadratmeter Fläche und bietet zahlreiche Neuerungen. Alle mit dem Ziel, den Pfälzerplatz zu einem vielseitig nutzbaren, ökologisch aufgewerteten und zukunftsorientierten Ort im Stadtgefüge zu entwickeln. Zudem wurde bei den Maßnahmen das Schwammstadt-Prinzip umgesetzt: Dabei wird Regenwasser in einer Zisterne gesammelt und durch eine intelligente Steuerung gezielt zur Bewässerung von Bäumen und Pflanzen genutzt. Dadurch sinkt nicht nur der Wasserverbrauch, sondern auch die Zahl der Bewässerungsfahrten deutlich. Infodisplays machen die Funktionsweise vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar, während die städtischen Baumpfleger den Zustand der Bäume in Echtzeit überwachen können. Ergänzend sorgen freies WLAN, eine Sportbox und eine Mobilitätsstation dafür, dass der Platz ein moderner, lebendiger Treffpunkt wird. Die Abteilung Smart City Pforzheim wird den Pfälzerplatz zudem als ein Reallabor für nachhaltige Stadtentwicklung nutzen. Sensoren, etwa zur Erfassung von Hitzeinseln, machen den Platz zu einem wichtigen Experimentierfeld.
„Der Pfälzerplatz zeigt, wie innovative Planung und konsequente Bürgerbeteiligung einen Ort schaffen können, der sowohl funktional als auch identitätsstiftend ist“, betont Reinhard Maier, Amtsleiter des Planungsamts. „Wir haben von Anfang an großen Wert daraufgelegt, die Menschen aus der Nordstadt mitzunehmen – von den Kindern bis zu den Seniorinnen und Senioren. Das Ergebnis ist ein Platz, der ihrer Lebensrealität entspricht.“ Ein besonderes Symbol der Freundschaft ist der Granit aus La Bresse, der auf dem Platz verlegt wurde. Die befreundete Stadt in den Vogesen pflegt seit vielen Jahren eine enge freundschaftliche Beziehung zu Pforzheim – maßgeblich durch den Verein „Les Amis de Pforzheim“. Unter der Projektleitung des städtischen Grünflächen- und Tiefbauamts wurden die Planungsarbeiten von Glück Landschaftsarchitektur aus Stuttgart und dem Ingenieurbüro Spieth aus Esslingen umgesetzt. Für die Ausführung war die Firma Bietigheimer Gartengestaltung verantwortlich.
Pfälzerplatz ist Teil des Sanierungsgebiets „Nordstadt II“
Der Pfälzerplatz ist Teil des Sanierungsgebiets „Nordstadt II“, das seit rund sechs Jahren läuft und voraussichtlich 2028 abgeschlossen wird. Die Maßnahmen werden aus dem Bund-Länder-Sanierungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ mit einem Förderrahmen von 7,5 Millionen Euro gefördert. Ziel der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme ist die Aufwertung des Stadtbilds, die Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität, die energetische Sanierung sowie die Stärkung der sozialen Infrastruktur. Bisher konnten im Rahmen des Sanierungsgebietes „Nordstadt II“ 27 Gebäudesanierungen und fünf Abbruchmaßnahmen bezuschusst werden.
PM/stpf
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Red. Zusatz: Die Sanierungist sicher auch für die Nordstadt ein Meilenstein, denn Ruheinseln im aussen herum fliessenden starken Verkehr haben in der Nordstadt eher seltensheitswert. Idealrweise hätte man aber auch eine Teil der Anlage urban mit einem Sandboden ausrüsten können, als Antwort auf den Klimawandel. Auch eine Erinnerung an die Städtepartnerschaft mit La Bresse in den Vogesen, aus der während der NS-Zeit Menschen uum Arbeiten nach Pforzheim deportiert wurden, hätte sicher gut getan. So z.B. in Form eines Städtwappens, das man in den Klinkern im Boden hätte einlassen können..Ansonsten muss man dem neuen Platz eine Einlaufzeit gönnen und hoffen, dass er nicht gleich wieder vermüllt oder verschmutzt wird...
Mehr Fotos dazu:

Foto oben: Da freut sich auch BM Tobias Volle (Mitte) über die
gelungene Platzeröffnung..

Foto oben: Auch Stadtrat und Anwohner Christof
Weisenbache lauschte aufmerksam den zahlreichen Reden..
Alle Fotos: ron
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Streitfall neue Wehrplicht...
Deshalb wäre eine Dienstpflicht für alle Jugendlichen besser als Selektierung durch ein Losverfahren.
Ich gehöre noch zur Generation der ehemaligen Wehrpflichtigen. Damals, 1984 wurde ein ganzer Jahrgang gemustert. Tauglich oder untauglich. Die Untauglichen hatten Glück, sie mussten nicht zum „Bund“. Für die Tauglichen gab es drei Möglichkeiten. 1. Du trittst den 18-monatigen Wehrdienst an, 2. Du verweigerst den Dienst an der Waffe und machst Zivildienst im Krankenhaus oder bei einer Sozialstation. Dritte Möglichkeit war die Flucht nach Westberlin.
Damals haben die Krankenhäuser noch nach meinem Wissen keine roten Zahlen geschrieben. Sie hatten ja billige Pflegekräfte. Wer bei der Bundeswehr war, konnte sich als Zeitsoldat verpflichten. Man lernte beim „Bund“ Pünktlichkeit, Disziplin, Ordnung und Sauberkeit. Kameradschaft außerdem. Vieles fehlt heute bei unserer Jugend. Wir haben nur noch eine „Fun“-Kultur unter ihnen.
Deshalb wäre eine Dienstpflicht für alle Jugendlichen besser als Selektierung durch ein Losverfahren.
Markus Speer
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Oberbürgermeister Boch: Vom Stadtchef zum Nebenjob-König?
Mit Erstaunen habe ich erfahren, dass Pforzheims Oberbürgermeister Boch nicht nur ein Unternehmen gegründet hat, sondern auch als Berater tätig ist – und sich diese Nebentätigkeiten offenbar selbst genehmigt hat. Was mich jedoch besonders erstaunt: Hat Herr Boch den Oberbürgermeisterposten möglicherweise selbst zu einer Nebentätigkeit degradiert, während er seine privaten Geschäfte in den Vordergrund stellt? Noch problematischer wird es, wenn man bedenkt, dass er für diese zwei Posten OB und Berater – nicht gewählt wurde. Er wurde von den Bürgern Pforzheims nicht für diese anderweitigen Aufgaben in Verantwortung genommen, sondern für das Amt des Oberbürgermeisters. Wenn er also parallel zu seiner eigentlichen Funktion als Stadtchef in privaten Geschäften tätig ist, stellt sich die Frage, wie ernst er das Amt tatsächlich nimmt. Der Bürger fühlt sich hintergangen. Sollte dies die neue Praxis für städtische Angestellte sein – dass man sich einfach . einen „Nebenjob“ sucht, um als „wirklich ausgelastet“ zu gelten? Wie weit lässt sich die Trennung zwischen öffentlichem Amt und privaten Interessen ziehen, wenn der Oberbürgermeister in einem klaren Interessenkonflikt steht? Es entsteht der Eindruck, dass Pforzheim sich in eine Richtung bewegt, in der Verantwortliche ihre Aufgaben nur halbherzig wahrnehmen und stattdessen eigene Interessen verfolgen. Die Frage muss erlaubt sein: Was sind die vorrangigen Aufgaben eines Oberbürgermeisters? Kann es wirklich sein, dass dieser Posten – mit all seiner Verantwortung für das Wohl der Bürger – zu einem „Nebenjob“ verkommt? Die Bürger von Pforzheim erwarten, dass ihr Oberbürgermeister sich mit vollem Einsatz für die Stadt und ihre Menschen engagiert. Stattdessen scheint es, als ob Herr Boch das Amt eher als „Karriereabsicherung“ betrachtet, während er anderweitig tätig ist. Wenn das so weitergeht, könnte man sich fragen, ob nicht alle städtischen Angestellten ein zusätzliches Standbein suchen sollten – schließlich scheint es, dass unser OB das als vollkommen legitim ansieht. Besonders wichtig ist jedoch die Verantwortung eines Oberbürgermeisters, sich für das Wohl der Bürger zu kümmern, das lokale Gewerbe zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen. Anstatt sich mit den wirtschaftlichen und städtebaulichen Herausforderungen (z.B. Schlossberghöfe) auseinanderzusetzen, die Pforzheim dringend bewältigen muss, scheint Herr Boch seine Energie verstärkt in private Nebentätigkeiten zu stecken. Sollte die Stadt unter einem OB leiden, der sich nicht zu 100 % für Pforzheim engagiert, stellt sich die Frage, ob es nicht besser wäre, einem anderen, voll und ganz engagierten Stadtchef die Verantwortung zu übertragen. Am Ende bleibt die Frage: Wenn der Oberbürgermeister seine Zeit und Energie in Nebentätigkeiten investiert, warum sollten wir Bürger dann weiterhin unsere Steuern als verpflichtende Abgaben sehen? Vielleicht könnte man das ja auch als freiwillige Spende deklarieren.
Gundi Köhler, Pforzheim
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Leserkritik am Projektentwickler Ten Brinke
So ganz langsam kommen immer mehr Fraktionen drauf, was für ein Spiel der Projektentwickler in Pforzheim so treibt.

Oben rechts: Der Neubau des Projektentwicklers Ten Brinke (sinngemäß
aus dem Alt-Niederländischen übersetzt: "Den zehnten bringen"...)
Mein Statement zu Ten Brinke ist folgendes: Er ist für mich ein Phantom. In den letzten 10 Jahre hat er nicht einmal seine 150 Mio. Vision dem Gemeinderat vorgestellt. Wir fordern, dass er am 16. Dezember vor dem Gemeinderat erscheint.
Wir, die Freie Wähler Partei, sind gegen eine Abbruchförderung von 900.000 Euro Steuergeldern, denn anschließend ist ein Loch Mühlehof II zu befürchten. Lieber die Immobilie so noch nutzen als ein Albtraum für die Innenstadt. Die Folgekosten der Immbilie trägt eh der Eigentümer Ten Brinke.
Makulatur sind auch die ursprünglich angedachten Einkaufsmöglichkeiten, wie schon von der Presse erwähnt.
Leider sind alle Warnungen von uns und u.a Herrn Schwarz verpuff - bis jetzt.
Markus Speer, Würm
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Kritik an der Rentenreform
Der Rentenkollaps, vor dem fast alle Familienverbände seit Jahrzehnten warnen, schlägt jetzt zu. In wenigen Jahren wird ein einzelner Arbeitnehmer für den Lebensunterhalt eines einzelnen Rentners zuständig sein – eine Illusion.
Jahrzehntelang drehten sich alle Rentendebatten ausschließlich um Renteneintrittsalter und Rentenniveau, ohne jemals zu bedenken, daß die gefährliche „Unterjüngung“ das Rentenproblem auslöst. Deshalb wäre eine Politik erforderlich gewesen, die Eltern nicht für jedes weitere Kind zusätzlich fi nanziell einschränkt. Will man nun die Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten bei der Rente von Müttern abschaff en, so spart man wieder genau an der falschen Stelle. Welche Frau geht schon freiwillig in die Altersarmut? Dann also lieber auf Kinder verzichten.
Ich erinnere mich, daß einige junge CDU-Abgeordnete, darunter Jens Spahn und Marco Wanderwitz, in weiser Voraussicht der Kanzlerin Angela Merkel 2012 einen eigenen Rentenplan vorgelegt hatten, der die jungen Menschen künftig entlasten sollte. Doch in weniger als zehn Minuten landete der Plan im Merkel’schen Papierkorb. Ohne Protest zogen sich die jungen Leute zurück – Mutti hatte ja ein Machtwort gesprochen! Heute scheint Kanzler Merz ein Machtwort zu sprechen, ohne auch nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, daß der Enkelgeneration das Wasser bis zum Halse steht.
Im übrigen: Möglichkeiten zur Finanzierung der Renten gäbe es genug, wenn man aufhörte, "unser Steuergeld in alle Welt zu verschleudern."
Markus Speer, Würm